Deutsches Rotes Kreuz der DDR

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Allgemeines

Das Deutsche Rote Kreuz der Deutschen Demokratischen Republik (DRK der DDR) war die Nationale Gesellschaft vom Roten Kreuz in der ehemaligen DDR (1949–1990). Es war als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert.[1] Den Zusatz der DDR bzw. der Deutschen Demokraten Republik führte die Organisation seit 1966.[2]

Knapp vier Jahrzehnte lang — von den 1954 bis 1990 — gab aufgrund der zwei deutschen Staaten zwei Organisationen, die sich Deutsches Rotes Kreuz nannten.[3]

Fördermitglieder wurden im DRK der DDR als Freunde bezeichnet.

Organisation

Bezirke der DDR und des DRK der DDR

Die höchsten Organe des DRK der DDR waren das Präsidium und der alle fünf Jahre tagende DRK-Kongress. Das DRK der DDR gliederte sich in 14 Bezirke, ca. 200 Kreise und Stadtkreise sowie ca. 14000 Grundorganisationen, z.B. Betriebs- und Hochschulkomitees.

Die 14 Bezirke waren nach den Städten benannt, in denen sich ihre Leitungen (Bezirkskomitees) ihren Sitz hatten, und entsprachen der staatlichen Verwaltungseinheiten: Rostock Schwerin, Neubrandenburg, Potsdam, Frankfurt (Oder), Cottbus, Magdeburg, Halle (Saale), Erfurt, Gera, Suhl, Dresden, Leipzig, Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), Berlin (Ost).

Geschichte

Jahr Ereignis
1952 Gründung durch Verordnung des Ministerrats am 23. Oktober 1952
1954 Anerkennung durch das IKRK am 9. November 1954
1966 Änderung von Bezeichnung und Logo
1988 Verlegung des Sitzes von Dresden nach Berlin (Stadt)
1990 Bildung von fünf Landesverbänden
1990 Auflösung des DRKs der DDR am 31. Dezember 1990
1991 Beitritt der neuen Landesverbände zum DRK der BRD

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Deutsche Demokratische Republik, Verordnung über das Bildung der Organisation "Deutsches Rotes Kreuz" vom 23. Oktober 1952, in: Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin, 29. Oktober 1952, Seite 1090.
  2. Deutsche Demokratische Republik, Dritte Verordnung über das Deutsche Rote Kreuz. Vom 21. Oktober 1966, in: Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik, Teil II, Nr. 125, Berlin, 15. November 1966, Seite 789.
  3. Zwei Nationale Gesellschaften in Deutschland widersprachen nicht dem Grundsatz Einheit, weil zwei souveräne Staaten gab.