Schwerin

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Historische Bedeutung

Sitz des Landesvereins vom Roten Kreuz (1864–1937)

Die Stadt Schwerin, die heute im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liegt, gehörte früher zum Herzogtum Mecklenburg-Schwerin (1621–1918) und dem späteren gleichnamigen Freistaat (1919–1933), anschließend zum Land Mecklenburg (1934–1952).

In Schwerin hatte ein Landesverein seinen Sitz, der mehrmals seinen Namen änderte:

Schwesternschaft Marienhaus (1882–1945)

In Schwerin gab es eine Schwesternschaft vom Roten Kreuz: Die Schwesternschaft Marienhaus des Mecklenburgischen Roten Kreuzes wurde 1882 oder 1880 vom Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz in Mecklenburg gegründet.[1] Spätestens 1945, mit dem Ende des Zweiten Welt­kriegs (1939–1945) und der Zeit des National­sozia­lis­mus (1933–1945), der häufigen Flucht von Schwestern nach Westdeutschland und der ersatzlosen Auflösung des damaligen Deut­schen Roten Kreu­zes (1938–1945/46) in der Sowjetischen Besatzungszone (1945–1949) dürfte die Schwesternschaft untergegangen sein. Erhalten geblieben ist die Grabstätte der Marienschwestern auf dem Alten Friedhof.[2]

Bezirkskomitee des DRK der DDR (1952–1990)

In Schwerin befand sich ein Bezirkskomitee des DRK der DDR (1952–1990).

Aktuelle Bedeutung

Der 1990 gegründete DRK Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat seinen Sitz in Schwerin.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Verband der Schwesternschaften im Deutschen Roten Kreuz e.V. (Hrsg.), Rotkreuzschwestern. Die Pflegeprofis. Menschlichkeit - Die Idee lebt, Hildesheim/Zürich/New York 2007, Seite 374.
  2. SNAktuell.de, Begraben, aber nicht vergessen: Die Marienschwestern, 5. Mai 2016.