Schwerin
Historische Bedeutung
Sitz des Landesvereins vom Roten Kreuz (1864–1937)
Die Stadt Schwerin, die heute im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liegt, gehörte früher zum Herzogtum Mecklenburg-Schwerin (1621–1918) und dem späteren gleichnamigen Freistaat (1919–1933), anschließend zum Land Mecklenburg (1934–1952).
In Schwerin hatte ein Landesverein seinen Sitz, der mehrmals seinen Namen änderte:
- Mecklenburgischer Centralverein für die Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger (1864–1869),
- Mecklenburgischer Landesverein für die Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger (1869–1889),
- Mecklenburgischer Landesverein vom Roten Kreuz (1889–1937).
Schwesternschaft Marienhaus (1882–1945)
In Schwerin gab es eine Schwesternschaft vom Roten Kreuz: Die Schwesternschaft Marienhaus des Mecklenburgischen Roten Kreuzes wurde 1882 oder 1880 vom Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz in Mecklenburg gegründet.1 Spätestens 1945, mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) und der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945), der häufigen Flucht von Schwestern nach Westdeutschland und der ersatzlosen Auflösung des damaligen Deutschen Roten Kreuzes (1937–1945/46) in der Sowjetischen Besatzungszone (1945–1949) dürfte die Schwesternschaft untergegangen sein. Erhalten geblieben ist die Grabstätte der Marienschwestern auf dem Alten Friedhof.2
Bezirkskomitee des DRK der DDR (1952–1990)
In Schwerin befand sich ein Bezirkskomitee des DRK der DDR (1952–1990).
Aktuelle Bedeutung
Der 1990 gegründete DRK Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hat seinen Sitz in Schwerin.
Weitere Informationen
- Artikel Mecklenburgischer Landesverein vom Roten Kreuz
- Artikel Schwesternschaft
- Artikel Deutsches Rotes Kreuz der DDR und Bezirk
- Artikel Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
- Wikidata.org, Schwerin
Einzelnachweise
- ↑ Verband der Schwesternschaften im Deutschen Roten Kreuz e.V. (Hrsg.), Rotkreuzschwestern. Die Pflegeprofis. Menschlichkeit - Die Idee lebt, Hildesheim/Zürich/New York 2007, Seite 374.
- ↑ SNAktuell.de, Begraben, aber nicht vergessen: Die Marienschwestern, 5. Mai 2016.
