Internationale Konferenz des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds

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Allgemeines

In der Internationalen Konferenz des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds (kurz: Internationale Konferenz) kommen wie beim Delegiertenrat alle Komponenten der Bewegung zusammen und zusätzlich noch die Vertragsstaaten, d.h. diejenigen Staaten, die die Genfer Abkommen für ihr Gebiet anerkannt haben. Die Internationale Konferenz tagt in der Regel alle vier Jahre und wird von der Ständigen Kommission vor- und nachbereitet. Sie ist eines der Statuarischen Organe.

Ihre heutige Bezeichnung führt die Konferenz seit ihrem 26. Zusammenkommen in 1995. Bis dahin fehlte der Zusatz mit dem Roten Halbmond.

Zusammensetzung

Aus folgenden Organisationen und Staaten nehmen Vertreter an der Internationalen Konferenz teil:

Durch die Anwesenheit der Vertragsstaaten ist die Internationale Konferenz zugleich eine diplomatische Konferenz.

Konferenzen in Deutschland

Seit 1986 fanden alle Konferenzen in Genf statt. Vorher wechselte der Tagungsort, und es gab jeweils eine gastgebende Nationale Gesellschaft. Im 19. Jahrhundert fand die Internationale Konferenz zweimal in Deutschland statt: 1869 in Berlin (Königreich Preußen) und 1887 in Karlsruhe (Großherzogtum Baden).

Weitere Informationen

Einzelnachweise und Erläuterungen

  1. In 2017 gab es 190 Nationale Gesellschaften. Durch die Vereinigung oder Trennung von Staaten sowie durch Austritt oder Eintritt kann sich diese Zahl verändern. An der Internationalen Konferenz nahmen 183 Nationale Gesellschaften teil. Ende 2019 war die Zahl der Gesellschaften mit der Anerkennung des Roten Kreuzes in Bhutan auf 192 gestiegen.
  2. An der Internationalen Konferenz in 2015 nahmen Vertreter aus 169 Staaten teil.