Japan

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Rote Sonne 1877–1887

Rote-sonne.jpg

Die Vorgängerorganisation des heutigen Japanischen Roten Kreuzes verwendete von 1877 bis 1887 die Rote Sonne als Kennzeichen, und und das japanisches Militär als Schutzzeichen. Zeitweise war auch der Rote Balken in Gebrauch. Seit 1887 wird das Rote Kreuz genutzt.

Deutsche Hilfe im Russisch-Japanischen Krieg 1905

Im Russisch-Japanischen Krieg (1904–1905) half das damalige Central-Comité der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz (1879–1921) durch mehrere Hilfslieferungen medizinischen Materials sowie durch die Entsendung einer Expedition genannten kleinen Gruppe, die aus zwei Ärzten und einer Operationsschwester bestanden: Prof Dr. Adolf Henle (1864–1936), Dr. Otto Fittig, Margarete von Sommoggy. Sie trafen am 25. Februar 1905 in Japan ein und reisten am 27. Oktober 1905 wieder ab.[1]

Empress Shōken Fund 1912

L'Impératrice. Kuichi Uchida.tif

Der Empress Shōken Fund wurde 1912 von der japanischen Kaiserin Shōken (1849–1914) initiiert und anschließend vom Japanischen Roten Kreuz weiter aufgestockt. Er ist eine Art internationale Stiftung zur Förderung von Rotkreuz-Arbeit in Friedenszeiten.

Internationale Konferenz 1934

Die 15. Internationale Konferenz des Roten Kreuzes und Roten Halbmonds fand vom 20. bis 29. Oktober 1934 in Tokio statt.

Bilfinger-Bericht 1945

Der Bilfinger-Bericht vom 24. Oktober 1945 beschreibt die Auswirkungen des Atombombenabwurfs am 6. August 1945 auf Hiroshima. Verfasst wurde er von einem Delegierten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Seine erste Meldung per Telegramm kurz nach seinem Eintreffen vor Ort am 29. August 1945 löste einen gemeinsamen Hilfseinsatz des IKRK und des US-Militärs aus.

Erdbeben, Tsunami und Reaktorunglück in 2011

Nach dem Erdbeben in Japan am 11. März 2011 (Tōhoku-Erdbeben) sammelte das Deutsche Rote Kreuz Geldspenden in Höhe von 30,2 Millionen Euro, die es an das Japanische Rote Kreuz weiterleitete. Durch die Naturkatastrophe starben ca. 16000 Menschen, über 6000 Menschen wurden verletzt, ca. 2500 Menschen vermisst und ca. 400000 Menschen obdachlos. Die vom DRK vermittelte Hilfe floss unter anderem in den Wiederaufbau.

Weitere Informationen

  • Frank H. Käser, Japan und das Rote Kreuz 1867-1905, Berlin 2014, Seiten 217–227.