Verband der Schwesternschaften

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Allgemeines

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Der Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS) ist der Dachverband der Schwesternschaften. Er ist Mitglied im Bundesverband und damit einem Landesverband gleichgestellt. Der Verband hat seinen Sitz in Berlin bietet seinen Mitgliedsorganisationen zentrale Dienste und vertritt ihre gemeinsamen Interessen nach innen und außen. Darüber hinaus koordiniert er Einsätze von Rotkreuzschwestern (intern kurz: Schwestern) im Ausland und gibt das Magazin Rotkreuzschwester heraus.

Organisation

Der VdS hat die einfachst mögliche Gremienstruktur eines Vereins: Es gibt einen Vorstand und eine Mitgliederversammlung. Die Mitglieder sind die Schwesternschaften. Die Vorsitzende des Vorstands trägt, so wie ihre Stellvertreterin, auch die traditionelle Amtsbezeichnung Generaloberin und ist geborenes Mitglied des Präsidiums des Bundesverbands und des Präsidialrats.

In Bayern gibt es mit dem Verband der Schwesternschaften vom Roten Kreuz in Bayern e.V. noch einen kleinen Verband, in dem die dortigen drei Schwesternschaften (2020) zusätzlich Mitglied sind. Die Schwesternschaften in Bayern gehören ideell zum Bayerischen Roten Kreuz, sind jedoch nicht Teil der Körperschaft. Dadurch haben sie ein vom BRK getrenntes Vermögen.

Historische Entwicklung

Die Schwesternschaften hatten folgende Dachorganisationen im Laufe der Geschichte:

Zeitraum Organisation
1882–1922 Verband Deutscher Krankenpflegeinstitute vom Roten Kreuz e.V.
1922–1934? Verband Deutscher Mutterhäuser vom Roten Kreuz e.V.
1934?–1937 Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes e.V.
1937–1945 Amt für Schwesternschaften (im Deutschen Roten Kreuz)
1948–1967 Verband Deutscher Mutterhäuser vom Roten Kreuz e.V.
seit 1967 Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V.

Das Gründungsjahr des heutigen VdS ist 1948. Sein Sitz hat sich im Laufe der Jahre mehrmals geändert:

Zeitraum Sitz
1948–1949 Hamburg
1949–1954 Frankfurt am Main
1954–2001? Bonn
seit 2001? Berlin

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