Rotkreuzkurs

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens
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Historischer Sprachgebrauch

Als Rotkreuzkurs wurde jahrzehntelang in der Bevölkerung ein Erste-Hilfe-Kurs genannt, weil das Deutsche Rote Kreuz in der Nachkriegszeit, bis in die achtziger oder neunziger Jahre, der größte Anbieter solcher Kurse in Deutschland war. Mit dem Rückgang des Marktanteils verschwand auch der Begriff Rotkreuzkurs zunehmend aus dem Sprachgebrauch.

Dachmarke für Erste-Hilfe-Kurse

Bei der Reform der Erste-Hilfe-Ausbildung, die ab April 2015 die bis dahin angebotenen Kurse Lebensrettende Sofortmaßnahmen (8 Unterrichtseinheiten) und die typischerweise zweitägige Grundausbildung in Erster Hilfe (16 Unterrichtseinheiten) durch ein einheitliches Format im Umfang von 9 Unterrichtseinheiten ersetzte, nutzte der Bundesverband die Geschichte des Begriffs und machte ihn zur Dachmarke für alle Arten von Erste-Hilfe-Kursen des DRK.

Genormte Typen von Kursen

Für die folgenden Kurse gibt es eine Ausbildungsordnung mit festgelegtem Curriculum und bundesweit einheitlichen Lehraussagen:[1]

  • Rotkreuzkurs Erste Hilfe (EH Grundausbildung)
  • Rotkreuzkurs Erste Hilfe Fortbildung (EH Fortbildung)
  • Rotkreuzkurs Erste Hilfe am Kind (EH am Kind)°
  • Rotkreuzkurs Erste Hilfe Sport (EH Sport)
  • Rotkreuzkurs Fit in Erster Hilfe (Fit in EH)
  • Rotkreuzkurs Erste Hilfe Bildungs- und Betreuungseinrichtungen°

°) Diese beiden Kurstypen werden oft miteinander verwechselt. Es geht in beiden Kursen um Kindernotfälle, doch der eine Kurs richtet sich an Familien bzw. an Menschen, die privat mit Kindern zu tun haben, und der andere Kurs richtet sich an beruflich mit Kindern Beschäftigte wie Erzieher oder Tagespflegepersonen.

Abgrenzung von anderen Kursangeboten

Nur Erste-Hilfe-Kurse werden als Rotkreuzkurse bezeichnet. Nicht dazu gehören unter anderem diese Angebote:

Rotkreuzkurse gehören zur Breitenausbildung des Deutschen Roten Kreuzes.

Weitere Informationen

Einzelnachweise