Sanitäter

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Allgemeines

Ein Sanitäter im Deutschen Roten Kreuz hat an einer Sanitätsausbildung im Umfang von mindestens 48 Unterrichtseinheiten (36 Zeitstunden) erfolgreich teilgenommen. Der Erfolg misst sich am Bestehen der Abschlussprüfung. Außerdem muss ein Sanitäter 16 Jahre oder älter sein.[1]

Der häufig verwendete Begriff Sanitätshelfer findet sich nicht in der betreffenden Ausbildungsordnung. Dort heißt die Funktion Sanitäter.

Sanitäter sind keine medizinischen Fachkräfte, sondern Ersthelfer, die mehr Hilfsmittel anwenden können können, z.B. Transporthilfen, einfaches Beatmungsgerät und Dokumentationsmittel. Sie sind nicht für den Einsatz im Rettungsdienst qualifiziert, sondern für den Sanitätsdienst im Katastrophenschutz und für den Sanitätswachdienst bei Veranstaltungen.

Abgrenzung

Der Begriff Sanitäter kommt auch in der Bezeichnung des Lehrberufs Notfallsanitäter vor. Die beiden Ausbildungen befinden sich jedoch am jeweils anderen Ende des Spektrums der nicht-ärztlichen Qualifikationen im Notfallwesen. Ein Sanitäter im DRK ist ein Ersthelfer, der zusätzliche Maßnahmen treffen und technische Hilfsmittel einsetzen kann. Ebenfalls ist ein Sanitäter von einem Betriebssanitäter zu unterscheiden.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Nach bestandener Prüfung und Vollendung des 16. Lebensjahres darf der Teilnehmer die Bezeichnung „Sanitäter“ führen. - Deutsches Rotes Kreuz, Ordnung für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Deutschen Roten Kreuz, Teil: Sanitätsdienstausbildung, Berlin 2010, Abschnitt 1.5.