Landesführerschule

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Allgemeines

Im Deut­schen Roten Kreuz des Dritten Reichs (1933–1945) gab es in fast allen Landesstellen eigene Landesführerschulen. Sie wurden ebenfalls mit römischen Ziffern bezeichnet, umgangssprachlich auch nach ihrem Ort. An ihnen wurden zum Beispiel untere Führungsstufen (Gruppen-, Zugführer) und Schwesternhelferinnen ausgebildet.[1]

Übersicht

Landesstelle (Sitz) Ort der Landesführerschule
I (Königsberg) Wickbold (heute: Otwaschnoje)
II (Stettin) Falkenwalde
III (Berlin) Berlin
IV (Dresden) Doberschau-Gnaschwitz, später Radebeul
V (Stuttgart) Kirchheim unter Teck
VI (Münster) Rösrath-Hoffnungsthal
VII (München) Furth
VIII (Breslau) Lüben (heute: Lubin), später Breslau (heute Wrocław)
IX (Weimar) Rudolstadt, später Burg Ranis
X (Hamburg) Nordholz, später Lütjensee
XI (Hannover) Bad Bevensen
XII (Darmstadt) Heppenheim
XIII (Nürnberg) Petersaurach
XVII (Wien) Tullnerbach-Wilhelmshöhe
XVIII (Salzburg) St. Wolfgang im Salzkammergut
XX (Danzig) Gotenhafen-Adlershort (heute: Gdynia-Orłowo)
XXI (Posen) Unterberg (heute: Puszczykowo)
Böhmen und Mähren (Prag) (vermutlich gab es keine Landesführerschule)

Weitere Informationen

Quellen

Enzyklopädie

Einzelnachweise

  1. [D]ie DRK.-Landesstellen [ziehen] auf den Landesführerschulen die Zug- und Bereitschaftsführer und -führereinnen, die Anwärter und Anwärterinnen hierfür, die Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen, Ber.-Leiterinnen, Ärzte, Ärztinnen und Apotheker der Kreis­stel­len, ferner die stellvertretenden Kreisgemeinschaftsführer zu zwei- bis siebentägigen Lehrgängen zusammen. — Felix Grüneisen, Das Deutsche Rote Kreuz in Vergangenheit und Gegenwart, Leipzig 1939, Kapitel 33, Seiten 207–208.