Nürnberg
Historische Bedeutung
1937–1945 — Landesstelle XII
In Nürnberg befand sich von 1937 bis 1945 die Landesstelle XIII des damaligen Deutschen Roten Kreuzes. Der Landesführer war der SA-Gruppenführer Willy Liebel (1897–1945), der 1938 von Ernst Robert Grawitz (1899–1945) benannt und dazu in den Rang eines DRK-Generalhauptführers versetzt worden war. Die zugehörige Landesführerschule war, nicht weit entfernt, in Petersaurach angesiedelt.
1945–1949 — Nürnberger Prozesse
Die Nürnberger Prozesse von 1945 bis 1949 trugen erheblich zur Weiterentwicklung des Humanitären Völkerrechts bei, indem sie neue Grundregeln zur Verantwortung für völkerrechtliche Verbrechen konkret umsetzten. Das wirkte sich auch auf den späteren Internationalen Strafgerichtshof aus. Das Memorium Nürnberger Prozesse erinnert daher eigens auch an die Genfer Abkommen.1
1970er — Nürnberger Modell im Rettungsdienst
Die Stadt war in den 1970er-Jahren namensgebend für das Nürnberger Modell im Rettungsdienst.
Aktuelle Bedeutung
Institut für Transfusionsmedizin Nürnberg
In Nürnberg befindet sich eines der drei Institute des BRK-Blutspendedienstes: Institut für Transfusionsmedizin Nürnberg.
Bezirksverband Ober- und Mittelfranken
Der Bezirksverband Ober- und Mittelfranken des Bayerischen Roten Kreuzes hat seinen Sitz in Nürnberg.
Rotkreuz-Museum Nürnberg
Das Rotkreuz-Museum mit der größten Sammlung in Deutschland ist in Nürnberg beheimatet: Rotkreuz-Museum Nürnberg
Schwesternschaft Nürnberg
In Nürnberg gibt es eine Schwesternschaft vom Roten Kreuz: Die Schwesternschaft Nürnberg vom BRK wurde 1940, also während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945), gegründet. Seit 1954 betreibt sie eine eigene Berufsfachschule.
Weitere Informationen
- Artikel Blutspendedienst
- Artikel Rotkreuz-Museum
- Artikel Petersaurach
- Wikidata.org, Nürnberg
Einzelnachweise
- ↑ Nuernberg.de, Memorium Nürnberger Prozesse.