Katastrophenhilfe

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Allgemeines

Mit Katastrophenhilfe bezeichnet das Deutsche Rote Kreuz seine Hilfen vor, während und nach Katastrophenfällen, die im Ausland stattgefinden. Damit wird erfolgt eine Abgrenzung von Katastrophenschutz, der vor allen im Inland tätig und eine staatliche Aufgabe der Bundesländer ist, die die Landesverbände und Kreisverbände subsidiär unterstützen und durch organisationseigene Vorhaltungen (zum Beispiel Landesvorhaltung und Kreisauskunftsbüro) ergänzen. Für die Katastrophenhilfe hat das DRK einen Pool von Einsatzkräften, die mit dem System DRK HRnet verwaltet werden.

Akute Hilfen durch ERUs

Zur akute Hilfe dienen die in Berlin im Rahmen der Bundesvorhaltung eingelagerten vier Emergency Response Units (ERUs), die mit dafür ausgebildetem Personal aus einem bundesweiten Pool innerhalb weniger Tage in ein anderes Land zum Einsatz gebracht werden können. Die Typen von ERUs und die Vorgehensweisen sind innerhalb der Föderation abgestimmt.

Vorsorge und langfristige Hilfen

Ebenfalls zur Katastrophenhilfe gehören Vorsorgemaßnahmen, zum Beispiel die Stärkung des Resilienz der Bevölkerung[1] und die Ausbildung von Einsatzformation des Katastrophenschutzes (wie Rettungshundestaffeln in Erdbebengebieten[2]) bei Schwesterorganisationen. Langfristige Hilfen nach einer Katastrophe bestehen im Wiederaufbau von Wohnungen und Infrastruktur.[3] Die Stiftung für Rotkreuz-Auslandshilfe unterstützt Projekte, die die Resilienz der Bevölkerung stärken.

Weitere Informationen

Einzelnachweise