Felix Grüneisen: Das Deutsche Rote Kreuz in Vergangenheit und Gegenwart – Einsatz im Jahre 1938/39
Kapitel 37: Einsatz im Jahre 1938/39
[Annektion Österreichs]
[227] [...] Das Jahr 1938 brachte dem deutschen Volk die Erfüllung des Traumes eines Jahrtausends, die endgültige Einigung aller Deutschen in einem Großdeutschen Reich.1 Die weltgeschichtliche Leistung des Führers Adolf Hitler2 hebt dieses Jahr, in dem sich das ungeheuer vorwärtsdrängende Aufbauwerk von nur 5 Jahren3 weltgeschichtlich vollendet, aus der Folge der Zeiten für alle Zukunft leuchtend heraus. Die Miterlebenden sind sich der vollen Bedeutung der gewaltigen, ohne einen einzigen Schwertstreich4 vollzogenen Ereignisse kaum völlig klar geworden. Erst kommende Geschlechter werden die geschichtliche Tragweite völlig übersehen können. Den Mitlebenden liegt es ob, sich im frohen Stolz, dem deutschen Volk zu gehören, des großen Geschehens und des Führers, der dies Geschehen schuf, würdig zu zeigen und ihren Dank durch die Tat zu beweisen. So war der Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes in allen Teilen des Reiches so groß, wie er früher innerhalb von Jahrzehnten weder gefordert noch möglich war. Das Deutsche Rote Kreuz ist im letzten Jahr einer Belastungsprobe größten Ausmaßes ausgesetzt worden. Es hat sie bestanden.
[228] Bei der Wiedervereinigung der deutschen Ostmark mit dem Reich im März 1938 hat das Deutsche Rote Kreuz gemäß seiner Aufgabe, beim amtlichen Sanitätsdienst der Wehrmacht mitzuwirken, seine Männer und Frauen für die verschiedensten sanitären5 Aufgaben in großer Zahl zur Verfügung gestellt.
Nach der Bildung der Wehrkreise XVII und XVIII mit dem Sitz der Generalkommandos in Wien und Salzburg wurde nach Ausdehnung des Gesetzes über das Deutsche Rote Kreuz auf die Ostmark6 durch die „Verordnung über das Deutsche Rote Kreuz im Lande Österreich vom 23. Mai 19387 der Aufbau der DRK.-Landesstellen XVII und XVIII8 vom Juni 1938 an durchgeführt. Dank der von frischer Begeisterung getragenen Einsatzbereitschaft und Opferwilligkeit der Ostmärker, wohl auch bedingt durch ihre besonders große Empfänglichkeit für den deutschen Rotkreuzgedanken und die wehrpolitischen Rotkreuzaufgaben infolge der langen Not- und Verfolgungsjahre, kam die Bildung von DRK.-Dienststellen, von DRK.-Gemeinschaften und -Bereitschaften schnell zustande. Eine Grundlage in Gestalt von österreichischen Rotkreuzvereinen, im Sinne der früheren Entwicklung im Altreich, war kaum vorhanden.9 Im Verlaufe eines Jahres ist durch die unermüdliche Arbeit der führenden DRK.-Männer und -Frauen der Ostmark ein Aufbauwerk größten Ausmaßes geschaffen worden, das demjenigen in den erfolgreichsten Landesstellen des Altreichs kaum noch nachsteht und das in den Krisentagen des September/Oktober 193810 seine Feuerprobe erfolgreich ablegen durfte.
[Annektion Sudentenland]
Die Anforderungen, die an die junge, teilweise erst im Rohbau fertige DRK-Organisation der Ostmark von der Wehrmacht gestellt wurden, waren nur durch höchste Einsatzbereitschaft und größte Opferfreudigkeit der Ostmärker selbst und durch kameradschaftliche Mithilfe anderer Landesstellen zu erfüllen. Auch von der NS.-Volkswohlfahrt11 wurden Einsatzkräfte in großer Zahl angefordert, weil alle Kräfte angespannt werden mußten, um auch das große Elend der von Haus und Hof vertriebenen sudetendeutschen Flüchtlinge zu beheben.
An dem Einmarsch der deutschen Truppen in das Sudetenland waren wehrpflichtige Männer aus den DRK.-Bereitschaften, die zu Übungen eingezogen waren, in großer Zahl beteiligt.12 Auch standen genügend [229] DRK.-Schwestern, Schwesternhelferinnen und Helferinnen bereit. Die Einsatzbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes in den März- und Septembertagen 193813 wurde von den verantwortlichen Führern der Wehrmacht anerkannt. Das Deutsche Rote Kreuz darf mit Befriedigung feststellen, daß es seine Ursprungsaufgabe, die Ergänzung des Wehrmachtssanitätsdienstes, bei der Rückkehr alter deutscher Lande in das Reich zur vollen Zufriedenheit der Wehrmacht gelöst hat.
Für das Deutsche Rote Kreuz war das großdeutsche Jahr 1938 gleichzeitig eine hervorragende Schulung. Noch vorhandene Lücken wurden aufgedeckt, Erfahrungen in großer Zahl auf allen Gebieten der umfangreichen, vielgestaltigen Organisation gesammelt und Wege gesucht und gefunden, Schwierigkeiten der verschiedensten Art künftighin zu vermeiden.
[Limesprogramm des Westwalls]
Noch eine dritte Gelegenheit bot sich für das Deutsche Rote Kreuz 1938, im großen seine Einsatzkräfte Volk und Vaterland zur Verfügung zu stellen. Die gewaltigen Arbeiten an den Westbefestigungen14 machten zur sanitären5 Betreuung der eingesetzten Hunderttausende von Arbeitern den Einsatz vieler DRK.-Männer und -Frauen und von Krankenwagen, Sanitätsmaterial und -gerät aller Art erforderlich.
Im ganzen waren zu gleicher Zeit als Höchstzahl vom Deutschen Roten Kreuz bei den Westbefestigungen eingesetzt: 75 Ärzte (aufsichtführend) und 987 Helfer und Helferinnen in Revieren und Zentralrevieren. Vom Präsidium waren zur Verfügung gestellt: 8 Sanitätskraftwagen und 6 Döckersche Baracken15.
Auch hier haben sich die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes bewährt und können voll Stolz auf ihre oft unter schwierigsten Verhältnissen vollbrachten Leistungen zurückblicken.
[Spanischer Bürgerkrieg]
Auch in diesem Jahr höchster Anspannung führte das Deutsche Rote Kreuz seine Tätigkeit der Hilfeleistung über die deutschen Grenzen hinaus durch. Der Freiheitskampf des spanischen Volkes gegen bolschewistische Vernichtung16 forderte sanitäre5 Hilfe, die durch die Vermittlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz17 in stiller, aber intensiver Arbeit geleistet wurde. Arzneimittel und Instrumente bildeten den Beitrag des Deutschen Roten Kreuzes zu einer von Genf aus geleiteten Aktion, die weit über die sanitäre Hilfe hinausreichte und unzähligen Gefangenen, darunter nicht wenigen Deutschen, in den [230] Kerkern der roten Gewalthaber das Leben erhielt und in manchen Fällen sogar die Freiheit wiedergab. Zwei DRK.-Schwestern wurden von ihrem Mutterhaus18 beurlaubt, um bei der Sanitätstruppe der Legion Condor19 in Spanien den verwundeten und erkrankten deutschen Freiwilligen helfend und pflegend zur Seite zu stehen.20
[Mission in China]
Nach Abschluß der Hilfeleistung in Abessinien durch Entsendung von Ärzten, Arznei- und Heilmitteln und ärztlichen Instrumenten wurde die Entsendung einer Mission von 2 Ärzten und 2 Helfern nach China notwendig, die eine größere Sendung ärztlicher Instrumente begleiteten. Italien und Japan hatten auf die angebotene Hilfe verzichtet.
[Chile-Flug]
Die Erdbebenkatastrophe in Chile im März 193921, die einen Hilferuf des Chilenischen Roten Kreuzes veranlaßte, führte zur Entsendung hochwertiger Arzneimittel und Instrumente, die — zum erstenmal in der Geschichte überstaatlicher Hilfswerke des Deutschen Roten Kreuzes — mit einem Sonderflugzeug der Lufthansa nach Südamerika gebracht wurden. Der Transport von Warnemünde bis Valparaiso dauerte 5 Tage, anstatt der 5 bis 6 Wochen eines Schiffstransports.22
[Sanitätsdienst für Wehrmacht]
Das Deutsche Rote Kreuz steht am Ende einer 75jährigen, mit dem Auf und Ab des Geschehens um das deutsche Volk unlösbar verflochtenen Geschichte, wieder in einem Anfang. Der kraftvoll jugendliche Pulsschlag des Großdeutschen Reiches, aus dem der alten Idee des Roten Kreuzes neuer Schwung zuströmt, hat in der neuen Form des Deutschen Roten Kreuzes Gestalt gewonnen. Das Deutsche Rote Kreuz will seine ganze Kraft darauf richten, den Forderungen der deutschen Wehrmacht auf Ergänzung ihres Kriegssanitätsdienstes Genüge zu tun. Es will alle Bedürfnisse des amtlichen Sanitätsdienstes im behördlichen Luftschutz erfüllen. Es will darüber hinaus bereit sein, alle die Aufgaben zu übernehmen, die ihm als der nationalen Organisation des Genfer Abkommens etwa zufallen.
Die Lehre des Weltkriegs23 ist nicht vergessen. Nach dem Sanitätsbericht ist es gelungen, von 12,7 Millionen verwundeten und erkrankten Soldaten24 90,9 v. H. wieder dienstfähig zu machen. Jeder weitere Hundertteil, der dem Tode oder der Kampfunfähigkeit hätte abgerungen werden können, würde einen Gewinn von 100 000 erprobten Soldaten er-[231]bracht haben. Der Einsatz der Freiwilligen Krankenpflege im Kriege hat, wie die angegebene Zahl zeigt, Unübertreffliches geleistet. Die Aufgabe des Deutschen Roten Kreuzes ist es, als unmittelbar unterstützende Organisation des Kriegssanitätsdienstes der Wehrmacht dafür zu sorgen, daß in einem Ernstfall die Leistungen mindestens gleichwertig sind. Die ungeheuere Verstärkung jeder Einsatzmöglichkeit, die das deutsche Volk im nationalsozialistischen Deutschen Reich erlebt hat und weiter alltäglich erlebt, wird jedoch auch im Falle eines Krieges die Steigerung der Leistung schaffen, die nur in der Hand einer überlegenen politischen Führung möglich ist. In der Anwendung auf den Sanitätsdienst bedeutet das, daß mehr gesunde Soldaten wieder an die Front geschickt und später der Heimat eine größere Zahl gesunder, schaffensfreudiger Männer als Familienväter und als Arbeiter am Bau des Deutschen Reiches wiedergegeben werden.25
Deshalb schult das Deutsche Rote Kreuz jahraus, jahrein für die Erfordernisse der Wehrmacht. Es weiß, daß es im Kriege nicht nur gilt, den kranken, verwundeten Körper wiederherzustellen. Es kommt darauf an, die Kranken, die Verwundeten wirklich zu heilen, sie wieder zu Kämpfern zu machen, die mit unerschütterlicher Seele wieder in Reih und Glied treten.25 Deshalb erzieht das Deutsche Rote Kreuz auch seine Schwestern, seine Helfer und Helferinnen in dem festen Glauben an Deutschland, der Anfang und Ende nationalsozialistischen Denkens ist.
Mit dem Auftrag, nicht nur Kranke gesund zu machen, sondern auch den Schwachen Kraft zu geben, sind Schwestern, Helfer und Helferinnen des Deutschen Roten Kreuzes Kämpfer, die ohne Waffen, aber gleichen Rechtes und gleicher Würde neben den Soldaten der Wehrmacht stehen.26
[Friedensaufgaben]
Der gleiche Glaube, der gleiche Mut, die gleiche Hingabe beseelt sie. Mit diesen Kräften hat das Deutsche Rote Kreuz seine Friedensaufgaben heute, und, nach dem Willen des Führers, in Zukunft zu erfüllen, solange das Deutsche Reich nicht gezwungen ist, Freiheit und Lebensraum mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Die Weisheit früherer Generationen, daß ein Rotes Kreuz seine Aufgaben im Kriege nur erfüllen könne, wenn es alle seine Männer und Frauen unablässig zu praktischer Arbeit im Frieden einsetzt, gilt auch heute.27 Deshalb hat das Deutsche Rote Kreuz ein weites Programm der Friedenstätigkeit [232] unternommen, das es mit einer großen Zahl von Parteigliederungen und Organisationen in enge Arbeitsverbindung und gute Kameradschaft stellt. In der planmäßigen Durchführung eines umfassenden, aber klar abgegrenzten Arbeitsfeldes liegt das Geheimnis der Anziehungskraft, die das Deutsche Rote Kreuz heute wieder in stärkstem Maße auf Männer und Frauen ausübt, die bereit sind, als Schwestern, Helfer und Helferinnen, Mitglieder der Gemeinschaften und als Führer und Führerinnen in die Reihen des Deutschen Roten Kreuzes zu treten.
[Nationale Identität]
Das Deutsche Rote Kreuz wurzelt im Boden des deutschen Volkes. Ihm verdankt es sein Daseinsrecht und die Kraft zum Handeln. Es kann und soll deshalb auch die Kameradschaft pflegen, die alle nationalen Gesellschaften vom Roten Kreuz miteinander verbindet und im Internationalen Roten Kreuz, in dem Internationalen Komitee in Genf und der Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Paris ihre Stätte findet. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet eng mit diesen Organen zusammen an der Lösung der im Genfer Abkommen gestellten Aufgaben. Damit erfüllt es eine seinem Wesen gemäße, hohe Verpflichtung. Es achtet in den nationalen Organisationen vom Roten Kreuz in aller Welt die gleiche Verwurzelung im Boden ihrer Nationen, die allein die Grundlage fruchtbarer internationaler Arbeit sein kann.
Das Deutsche Rote Kreuz wirkt in dem festen Glauben, das Vertrauen rechtfertigen zu können, das Führer und Volk in seine Bereitschaft setzen. Es ist stolz darauf, das heutige Geschehen als neuen Beginn einer würdigen und verpflichtenden Überlieferung anfügen zu dürfen. Es ist gewiß, daß es auch in Zukunft nie an Männern und Frauen fehlen wird, die in nationalsozialistischem Geist, in bescheidenem Verzicht auf Geltung nach außen und in dem echten Stolz, im Dienst an einer Sache die Erfüllung ihres Lebens zu finden, sei es als Beruf oder neben dem Beruf, immer wieder in die Reihen des Deutschen Roten Kreuzes treten werden. Ihnen gilt der Ruf des Führers, des Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes:
an Volk und Vaterland in ständiger Hilfsbereitschaft.
Ich rufe alle Deutschen auf, diese Arbeit
zu fördern.28
Erläuterungen
- ↑ Nach dem sogenannten Anschluss Österreichs im März 1938, die eine gewaltsame Annektion durch den NS-Staat (1933–1945) war, sprach die nationalsozialistische Propaganda vom Großdeutschen Reich. Der Begriff geht auf die 1848 überlegte Großdeutschen Lösung zurück.
- ↑ Adolf Hitler (1889–1945).
- ↑ Die Machtergreifung der Nationalsozialisten fand im Januar 1933 statt. Bis zum Annektion Österreichs im März 1938 sind fünf Jahre vergangen.
- ↑ Die Erweiterung des Staatsgebiets erfolgte tatsächlich nicht friedlich, sondern für alle betroffenen Gebiete unter Androhung militärischer Gewalt.
- ↑ 5,0 5,1 5,2 Das wird sprachlich seltsam, weil mit dem Wort sanitär heute die Sanitärtechnik und zugehörigen Dienstleistungen verbunden werden. Gemeint ist der Sanitätsdienst, insbesondere das Tätigkeitsgebiet, das vormals als Amtlicher Sanitätsdienst bezeichnet worden war.
- ↑ Österreich wurde im NS-Staat (1933–1945) aus propagandistischen Gründung von 1938 bis 1942 als Ostmark bezeichnet, und von 1942 bis 1944, um die frühere Eigenstaatlichkeit noch mehr sprachlich zu verwischen, als Alpen- und Donau-Reichsgaue.
- ↑ Siehe Artikel Verordnung über das Deutsche Rote Kreuz im Lande Österreich.
- ↑ Siehe Artikel Landesstelle.
- ↑ Es gab das 1880 als Österreichische Gesellschaft vom Rothen Kreuze (ÖGvRK) gegründete Österreichische Rote Kreuz, die anerkannte Nationale Gesellschaft vom Österreich.
- ↑ Das nationalsozialistische Deutschland hatte 1938 die Sudentenkrise provoziert, die im in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 unterzeichneten Münchner Abkommen, dem Einmarsch der Wehrmacht am 1. Oktober 1938 in das Sudetenland und dessen Annektion mündete. Dadurch der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) um ein Jahr verzögert.
- ↑ Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) war ein der NSDAP angeschlossener Wohlfahrtsverband, die als bewusste Konkurrenz zu den weiter bestehenden kirchlichen und weltlichen Wohlfahrtsorganisationen, zu denen auch das Deutsche Rote Kreuz gehörte, geschaffen worden war.
- ↑ Es war also nicht das DRK als Organisation beteiligt, sondern es wurde als personelles Reservoir für den Sanitätsdienst der Wehrmacht betrachtet und verwendet. Hier wird künstlich eine aktive Mitwirkung des DRK suggeriert, um ihm einen Anteil an dem militärischen 'Erfolg' anzudichten.
- ↑ März: Österreich; September: Sudentenland.
- ↑ Der Westwall war ein über etwa 630 km verteiltes militärisches Verteidigungssystem entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches, das in mehreren Phase von 1936 bis 1940 errichtet wurde. Dazu gehörte das Westwall#Limesprogramm in 1938.
- ↑ Siehe Artikel Döcker'sche Baracke.
- ↑ Von 1936 bis 1939 fand der Spanische Bürgerkrieg statt. Das Deutsche Reich unterstützte mit die rechtsgerichteten Putschisten militärisch, die schließlich siegten und die Demokratie durch eine bis 1975 anhaltende Diktatur ersetzten.
- ↑ Siehe Artikel Internationales Komitee vom Roten Kreuz.
- ↑ Siehe Artikel Mutterhaus.
- ↑ Die Legion Condor war ein deutscher Luftwaffen-Verband im Spanischen Bürgerkrieg, der ohne deutsche Uniformen oder Hoheitszeichen eingesetzt wurde. Er kämpfte unter General Francisco Franco auf der Seite der gegen die spanische Republik putschenden Nationalisten. Er wurde 1936 unter strengster Geheimhaltung mit Freiwilligen aufgebaut, griff in mehrere bedeutende Schlachten ein und hatte maßgeblichen Anteil am Sieg der Putschisten. Seine Existenz wurde sowohl von der NS-Regierung des Deutschen Reiches als auch von spanischer Seite bis 1939 geleugnet.
- ↑ Setzt man die personelle Beteiligung des DRK in Relation zur Gesamtzahl des eingesetzten Personals der Wehrmacht (ca. 0,008 %), dann sieht man wie unbedeutend diese Unterstützung war. Das Aufbauschen ist ein typisches Merkmal nationalsozialistischer Propaganda. Der Einsatz kann sowohl symbolischer Natur gewesen sein, um die Rolle des DRK zu stärken, als auch wie im militärischen Bereich ein Experiment.
- ↑ Da im März kein Erbeben in Chile verzeichnet ist, meint der Autor entweder die späteren humanitären Folgen des Erbebens von Chillán in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 1939, oder, was angesichts des Chile-Flugs im Februar wahrscheinlicher ist, er hat sich bei der Datierung geirrt. Das genannte Erdbeben war eines der größten in der Geschichte Chiles, was dafür spricht, dass es hier um diese Katastrophe geht.
- ↑ Vom 14. bis zum 17. Februar 1939 flog der Pilot Siegfried Graf Schack von Wittenau mit einem Prototypen einer Dornier Do 26 eine größere Hilfslieferung des damaligen Deutschen Roten Kreuzes (1937–1945/46) von Travemünde über Lissabon, Bathurst und Natal nach Rio de Janeiro, von wo sie mit einer Junkers Ju 52 nach Chile weitertransportiert wurde. Die Aktion wurde als Chile-Flug bekannt. — Luftfahrtmuseum Hannover.
- ↑ Zu dieser Zeit bezeichnete Weltkrieg den später so genannten Ersten Weltkrieg (1914–1918), weil der Zweite Weltkrieg (1939–1945) noch bevorstand.
- ↑ Hier werden offensichtlich Zahlen versehentlich oder bewusst miteinander verwechselt. Die genannte Zahl der Verwundeten entspricht ungefähr der Zahl aller auf deutscher Seite eingesetzten Soldaten. Getötet wurden ca. 1,8 Millionen und verletzt wurden ca. 4,3 Millionen deutscher Soldaten. Es ist auch möglich, dass die Verletztenzahlen aller beteiligten Mächte gemeint sind; das wären ca. 15,5 Millionen Soldaten.
- ↑ 25,0 25,1 Der hier dargestellte Zweck des Sanitätsdienstes hat nichts mit dem humanitären Auftrag einer Nationalen Gesellschaft vom Roten Kreuz, menschliches Leid zu lindern, zu tun. Stattdessen wird nur auf den militärischen und volkswirtschaftlichen Nutzen abgestellt.
- ↑ Dazu passt die Angleichung der → Dienstränge des damaligen Deutschen Roten Kreuzes (1937–1945/46) an die des Militärs.
- ↑ Von friedensmäßigen Aufgabenfeld der Wohlfahrtspflege ist hier bewusst nicht die Rede, sondern die Funktion des Deutschen Roten Kreuzes wird bewusst auf die Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes reduziert.
- ↑ Dieses Motto ist eine in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) oftmals wiederholte Aufforderung von Adolf Hitler (1889–1945) als Schirmherr des damaligen Deutschen Roten Kreuzes (1937–1945/46). Es fand sich auf Postkarten, Plakaten, Bannern, in Presseartikeln und zahlreichen weiteren Publikationen.