Döcker'sche Baracke

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Allgemeines

Die Döcker'sche Baracke (auch: Döckersche Baracke, Doecker'sche Baracke) war eine zerlegbare transportable Baracke, die von der Firma Christoph & Unmack (1835–1945) nach dem Patent des dänischen Offiziers und Erfinders Johann Gerhard Clemens Doecker (1828–1904) produziert wurde. Sie wurde an die preußische Armee verkauft. Spätestens nachdem das Unternehmen 1885 mit einer speziellen Lazarettbaracke einen Wettbewerb gewonnen hatte, belieferte es damit auch Landesvereine vom Roten Kreuz, die sie für Notfälle vorhielten. Die Hochhäuser konnten relativ leicht transportiert und von Hand aufgebaut werden, dadurch fanden sie im damaligen Sanitätsdienst und Betreuungsdienst vielfach Verwendung. Die beheizbaren Häuser waren geräumig und ließen sich vielfältig einsetzen.

Äquivalente Einsatzmittel gibt es im aktuellen Katastrophenschutz und auch im Zivilschutz nicht mehr. Beispielsweise hält der Bundesverband in seiner Bundesvorhaltung ausschließlich Zelte auf Lager, ebenso wie die Mobile Betreuungsreserve des Bundes mit ihren Mobilen Betreuungsmodulen (MBM 5.000). Für eine mittelfristige Unterbringung werden heutzutage feste Bauten wie Sport- und Messehallen bevorzugt.

Weitere Informationen