Registrierkarte

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(Weitergeleitet von Suchdienstkarte für Verletzte)

Allgemeines

Der Suchdienst vom Deutschen Roten Kreuz stellt für die Verwendung durch den Betreuungsdienst und Sanitätsdienst vier Arten von Registrierkarten zur Verfügung, die den elementaren Dokumentationsbedarf aller Betroffenengruppen abdecken: Verletzte Personen, unverletzte Personen und Einsatzkräfte. Die Registrierkarten sind zur Benutzung durch alle an einem Einsatz beteiligten Hilfsorganisationen und Behörden gedacht, für alle Lagen und Einsatzstufen des Bevölkerungsschutzes, einschließlich Katastrophenschutz und Zivilschutz. Sie sehen bereits die weitere Verarbeitung durch das Kreisauskunftsbüro vor.

Die Karten haben zwei oder drei Durchschläge für den Suchdienst, zum Verbleib bei der betroffenen Person und ggf. für den Betreuungsdienst. Alle Kartentypen sehen ein Feld für die Nummer der Erkennungsmarke vor, um im Verteidigungsfall (Krieg) auch militärische Kräfte wie z.B. Angehörige der Bundeswehr eindeutig erfassen zu können.

Arten von Registrierkarten

Meldekarte für Einsatzkräfte

Mit der Meldekarte für Einsatzkräfte (MEK) können die Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen und Behörden sowie Ungebundene Helfer erfasst werden. Sie werden seitens des Suchdienstes auch als Betroffene eines Ereignisses betrachtet, die möglicherweise vermisst und daher gesucht werden.

Begleitkarte

Unverletzte Personen, die vorübergehend betreut werden oder eine andere betroffene Person begleiten, können mit der Begleitkarte (BK) registriert werden.

Ausweis- und Bezugskarte

Die Ausweis- und Bezugskarte (ABK) hat neben der Funktion, unverletzte Personen, die für einen längeren Zeitraum in einer Notunterkunft untergebracht werden, zu erfassen, die weitere Funktion, die Tätigkeit des Betreuungsdienstes zu unterstützen. Dazu hat sie drei statt wie die anderen Kartentypen zwei Durchschläge. Es gibt einen Ausgabenachweis und einen Unterkunftsausweis mit Essensmarken.

Suchdienstkarte für Verletzte

Für verletzte Personenen soll zusätzlich zur medizinischen Dokumentation, z.B. durch eine Verletztenanhängekarte, eine Suchdienstkarte für Verletzte (SDK) ausgefüllt werden, damit der Suchdienst vom Verbleib der Personen erfährt. Dieser Typ Registrierkarte enthält keine Daten zum Gesundheitszustand des Betroffenen, auch nicht im Todesfall.

Uneinheitliche Nutzung

Welche Registriermittel im Einsatzfall verwendet werden, ist regional und sogar örtlich unterschiedlich. Kommunale Behörden haben eigene Formularsysteme entwickelt, um vermeintliche Schwächen der Registrierkarten zu verbessern oder bewusst nicht ein vom DRK definiertes Hilfsmittel zu verwenden. Die dadurch entstandene Uneinheitlichkeit erschwert die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen und die Tätigkeit des Suchdienstes, sofern er eingebunden wird. Die Betroffenen einer Schadensereignisses sind die Leidtragenden dieser Entwicklung.

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