24. April

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Ereignis

Am 24. April 1945 ermordete der Geschäftsführende Präsident des damaligen Deutschen Roten Kreuzes, Ernst-Robert Grawitz (1899–1945), seine Familie und beging Selbstmord. Er hatte das Amt seit 1937 inne und das DRK zu einer nationalsozialistischen Organisation, die nach dem Führerprinzip aufgestellt war, umgestaltet. Außerhalb seines Wirkens im DRK war er ein Kriegsverbrecher, an Menschenversuchen in Konzentrationslagern und an den zahlreichen, staatlichen organisierten Morden im Zuge der sogenannten Vernichtung lebensunwerten Lebens beteiligt.

Sein Nachfolger als Präsident des DRK wurde Rudolf Nadolny (1873–1953), der am 9. Juli 1945 gewählt wurde und bereits nach drei Monaten aus dem Amt schied, weil die Organisation aufgelöst wurde, zum Beispiel am 25. September 1945 in der amerikanischen Besatzungszone.

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