Einsatzkräfteausbildung

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Allgemeines

Die Einsatzkräfteausbildung (EKA; bis 2019: Helfergrundausbildung, HGA) ist die nach der Basisausbildung durch Rotkreuzkurs und Rotkreuz-Einführungsseminar folgende Grundqualifizierung der Angehörigen einer Bereitschaft. Sie vermittelt praktische Grundkenntnisse, die unabhängig vom Fachdienst sind, in dem ein Helfer mitwirkt. Zugleich sollen sie dem Helfer ermöglichen, andere als den eigenen Fachdienst im Einsatz zu unterstützen. Die gesamte HGA hat einen Umfang von 32 Unterrichtseinheiten zu 55 Minuten[1] oder 48 Unterrichtseinheiten zu 45 Minuten.

Module

Für die Einsatzkräfteausbildung gibt es eine Vorgabe des Bundesverbands, die in den Landesverbänden unterschiedlich umgesetzt wird. Sie hat nach der Ausbildungsordnung des Bundesverbands vier Module mit einem Umfang von jeweils acht Unterrichtseinheiten:

Das Absolvieren der gesamten Einsatzkräfteausbildung ist keine Voraussetzung zur Teilnahme an einer Fachausbildung der Bereitschaften. Einzelne Module können fallweise erforderlich sein, beispielsweise die Erweiterte Erste Hilfe vor der Sanitätsausbildung. Da die Einsatzkräfteausbildung formal für eine weitere Qualifizierung nicht erforderlich und oft auch nicht eingefordert wird, sind ihr Angebot und ihre Wahrnehmung nicht flächendeckend verbreitet.

Dienststellungsabzeichen

Nach der vollständigen Einsatzkräfteausbildung ist ein Helfer — außerhalb von Westfalen-Lippe — berechtigt, das blaue Dienststellungsabzeichen mit einem Querstrich zu tragen. Nach Abschluss der Fachausbildung trägt er zwei Querstriche. Im Landesverband Westfalen-Lippe gibt es ein einziges, nicht weiter differenziertes Dienststellungsabzeichen für Helfer.

Einzelnachweise