Werner-Schule

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Allgemeines

Die Werner-Schule vom Deutschen Roten Kreuz war eine zentrale Bildungsstätte für die Schwesternschaften im DRK. Ihr Träger war der Verband der Schwesternschaften (VdS), der Dachverband der Schwesternschaften. Mit dem Verein der Freunde und Förderer der Werner-Schule vom Deutschen Roten Kreuz e.V. gab es einen eigenen Förderverein, der auch den Clementine-von-Wallmenich-Preis (1995–2016) verlieh.

Die Angebote der Einrichtung richteten sich vor allem an Führungskräfte der DRK-Schwesternschaften. Sie wurden darüber hinaus auch offen angeboten.

Entstehung

Die Werner-Schule wurde 1927 in Berlin gegründet. Benannt wurde sie nach Otto Werner (1847–1923), der nach ab 1918 Vorsitzender des Verbands Deutscher Krankenpflegeinstitute vom Roten Kreuz (1882–1922), dem heutigen VdS. Dr. med. Otto Werner war ein Generalarzt, der sich vor allem nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst umfangreich ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz engagierte.[1] Er war 1903 an der Gründung der Vorgängerinstitution der Werner-Schule beteiligt.[2]

Auflösung

Die Bildungseinrichtung wurde zum 31. Dezember 2016 aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Seine Angebote wurden nicht mehr ausreichend aus dem Verband nachgefragt, weil sich genug Alternativen am Bildungsmarkt außerhalb des DRK entwickelt hatten.[3]

Einzelnachweise

  1. Paul Wätzold, Stammliste der Kaiser Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen. Im Auftrage der Medizinal-Abteilung des Königl. Kriegsministeriums unter Benutzung amtlicher Quellen, Berlin/Heidelberg 1910, Seiten 127f.
  2. Hubert Kolling (Hrsg.), Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte..Who was who in nursing history, Band 9, Hungen 2020, Seiten 74ff.
  3. Aktuell: Werner-Schule, in: Rotkreuzschwester. Das Fachmagazin des Verbandes der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz, Ausgabe 1/2017, Seite 6.