Genfer Gemeinnützige Gesellschaft

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Allgemeines

Gedenkschild am Haus in Genf, in dem unter anderem die erste Sitzung des Komitee der Fünf stattfand

Die Société d'utilité publique genevoise (Genfer Gemeinnützige Gesellschaft) war ein Verein wohlhabender und gesellschaftlich einflussreicher Philanthropen in Genf, der sich ganz unterschiedlicher Themen annahm. Für das Rote Kreuz ist er dadurch relevant, dass sein damaliger Präsident Gustave Moynier die Vorschläge, die Henry Dunant in seinem Werk Un souvenir de Solférino (Eine Erinnerung an Solferino) gemacht hatte, am 9. Februar 1863 auf die Tagesordnung der Mitgliederversammlung setzte. Dunant trug selbst vor, und nach einer Diskussion beschloss die Versammlung, einen Ausschuss einzurichten, der sich mit der Umsetzung der Ideen befassen sollte.

Komitee der Fünf

Dieser Ausschuss bestand neben Gustave Moynier und Henry Dunant noch aus dem General Guillaume-Henri Dufour und den beiden Ärzten Louis Appia und Théodore Maunoir. Die mit dem Arbeitsnamen Comité des Cinq (Komitee der Fünf) versehene Gruppe traf sich erstmalig am 17. Februar 1863 in der Rue du Puits-Saint-Pierre 4, wo Dunant auch sein ausschlaggebendes Buch geschrieben hatte. Bei dieser Sitzung erhoben sie den Ausschuss zu einer eigenständigen Organisation und nannten sie Comité International de secours aux militaires blessés en campagne (Internationales Komitee der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege).

Internationales Komitee vom Roten Kreuz

1876 nahm die Organisation ihren heutigen Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz an, die die Keimzelle der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist. Die Genfer Gemeinnützige Gesellschaft gab also den Anstoß zur Gründung des Roten Kreuzes als Organisation. Sie stellte auch mit Guillaume-Henri Dufour ihren ersten Präsidenten und mit Gustave Moynier ihren ersten Vizepräsidenten.

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