1. März

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Ereignisse

1898 — Tod von Louis Appia

Am 1. März 1898 verstarb Louis Appia (1818–1898). Der Schweizer Arzt war in Deutschland aufgewachsen und hatte auch in Deutschland studiert. Er gehörte dem Komitee der Fünf an und damit zu den Gründern der Rotkreuz-Idee.

1951 — Entlastung von Alexandrine von Üxküll-Gyllenband

Am 1. März 1951 entlastete die Spruchkammer des Staatskommissariats für politische Äußerungen von Württemberg-Hohenzollern die im Ruhestand befindliche Rotkreuzschwester und ehemalige Oberin Alexandrine von Üxküll-Gyllenband (1873–1963). Damit wurde eine vorherige Entscheidung der Spruchkammer vom 3. September 1948[1] aufgehoben, bei der sie noch wegen ihrer Mitgliedschaften in der NSDAP der Nationalsozialistischen Frau­en­schaft[2] und der Nationalsozialistische Volks­wohl­fahrt[3] als Mitläuferin eingeordnet worden war.[4]

1955 — Aufnahme der Suchdienst-Tätigkeit durch DRK der DDR

Zum 1. März 1955 wurde in der Deutschen Demokratischen Republik der Suchdienst an das DRK der DDR übertragen. Den Beschluss dazu hatte der Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik am 6. Januar 1955 getroffen.

2007 — Insolvenz des Kreisverbands Bremen-Nord

Der ehemalige, am 20. November 1950 gegründete Kreisverband Bremen-Nord ging am 1. März 2007 in die Insolvenz.[5] Im Anschluss übernahm der Landesverband Bremen seine Aufgaben.

Weitere Informationen

Louis Appia

Alexandrine von Üxküll-Gyllenband

Suchdienst und DDR

Bremen

Einzelnachweise

  1. Staatskommissariat für die politische Säuberung, Württemberg-Hohenzollern, Spruch über Alexandrine Grafin von Üxküll-Gyllenband, 3. September 1948 (Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Wü 13 T 2 Nr. 2614/332).
  2. Die Nationalsozialistische Frauenschaft (NSF) oder NS-Frauenschaft war die Frauenorganisation der NSDAP.
  3. Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV, 1932–1945) war der Wohlfahrtsverband der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP, 1920–1945). Zunächst diente sie nur der Propaganda der Partei, später wurde sie zur faktisch staatlichen Wohlfahrtspflege und sollte mit dem Ziel der Monopolisierung der Wohlfahrtspflege die anderen Wohlfahrtsverbände einschließlich des Deut­schen Roten Kreu­zes verdrängen. Beim DRK, dessen Tätigkeitsschwerpunkt im Zuge der Kriegsvorbereitung auf die Unterstützung des Sanitätsdienstes der Wehrmacht und andere kriegsrelevante Aufgaben fokussiert wurde, gelang das.
  4. Staatskommissariat für die politische Säuberung, Württemberg-Hohenzollern, Spruch über Alexandrine Grafin von Üxküll-Gyllenband, 1. März 1951 (Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Wü 13 T 2 Nr. 2683/007).
  5. Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Bremen, Jahresbericht 2007, Bremen 2008, Seite 5.