Komplexes Hilfeleistungssystem

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Allgemeines

Das Komplexe Hilfeleistungssystem (KHS) aus 2006[1] ist die Antwort des Deutschen Roten Kreuzes auf die 2001–2003 formulierte Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung von Bund und Ländern[2], die ihrerseits auf die nach den Terroranschlägen am 11. September 2011 veränderte Sicherheitslage ist. Darin bietet sich der Bundesverband mit allen Fähigkeiten des DRK den Behörden als Partner im Bevölkerungsschutz an, verpflichtet alle Teilgliederungen zur Mitwirkung und setzt sich das Ziel, eigene Standards und eigene Führungsstrukturen zu stärken.

Wirkung

Die Entwicklung des staatlichen Bevölkerungsschutzes hat die Pläne des Bundesverbands überholt. Zum Beispiel im Sanitätsdienst wurden mit den Medizinischen Task Forces auf Bundesebene neue staatliche Einsatzformationen aufgestellt und an die Bundesländer übergeben, und die Rolle des DRKs reduziert sich dabei auf die Gestellung des ehrenamtlichen Personals und Unterstellung und Pflege der Einsatzfahrzeuge.

Wesentliche eigene Kapazitäten unter eigener Führung gibt es noch seitens einiger Landesverbände in Form von Landesvorhaltungen und durch die Bundesvorhaltung. Die zerstreuten, uneinheitlichen Ressourcen der Kreisverbände und Ortsvereine versucht der Bundesverband mit dem System DRK-Server zu erfassen, was jedoch durch die föderale Struktur in Verbindung mit fehlender Verbindlichkeit erschwert wird.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Deutsches Rotes Kreuz, Das komplexe Hilfeleistungssystem, Berlin 2006.
  2. "Neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung", in: Schriftenreihe: Wissenschaftsforum, Band 4, Bundesverwaltungsamt, Zentralstelle für Zivilschutz, Bonn 2003.