Koblenz

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Historische Bedeutung

Kommissar für Gefangene nach dem Ersten Weltkrieg

Während der alliierten Rheinlandbesetzung nach dem Ersten Welt­krieg (1914–1918), die von 1918 bis 1930 dauerte, wurden in mehreren Städten vom Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz (1879–1921) und/oder dem ersten Deut­schen Roten Kreuz (1921–1937) Kommissare ernannt, die die Gefangene besuchen und humanitär unterstützen soll­ten.[1] Darunter auch in Koblenz.

XXV. Versammlung der Führer und Ärzte Deutscher Freiwilliger Sanitätskolonnen

Vom 1. bis 4. Juli 1932 fand in Koblenz die XXV. Versammlung der Führer und Ärzte Deutscher Freiwilliger Sanitätskolonnen unter dem Namen 9. Tagung des Reichsverbandes Deutscher Sanitätskolonnen und verwandter Männervereinigungen vom Roten Kreuz statt. Sie hätte eigentlich bereits am 24. bis 27. Juli 1931 stattfinden sollen, musste aber wegen Weltwirtschaftskrise abgesagt werden.[2]

Gründung des heutigen DRK-Bundesverbands

Der heutige Deutsches Rotes Kreuz e.V. wurde am 4. Februar 1950 in Koblenz als neuer Dachverband des Roten Kreuzes für Deutschland gegründet. Die Gründung fand auf dem ehemaligen Rittersturz statt.

Rotes Kreuz im Stadtwappen

Dass die Stadt Koblenz ein rotes Kreuz in ihrem Wappen führt, hat keinen Bezug zum Deut­schen Roten Kreuz oder zur Bewegung. Es handelt sich dabei um das wesentlich ältere und christliche Georgskreuz.

Aktuelle Bedeutung

Der Bezirksverband Koblenz im Landesverband Rheinland-Pfalz hat seinen Sitz in Koblenz.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Vgl. Felix Grüneisen, Das Deutsche Rote Kreuz in Vergangenheit und Gegenwart, Leipzig 1939, Seiten 165–166.
  2. Die 9. Tagung des Reichsverbands Deutscher Sanitätskolonnen und verwandter Männervereinigungen vom Roten Kreuz sollte in der Zeit vom 24. bis 27. Juli 1931 in Koblenz stattfinden. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen, als die Finanzkrise mit ihren Erschütterungen des gesamten Wirtschaftslebens uns zu dem Entschlusse zwang, in letzter Sekunde die Tagung zu verschieben. Es erschien gänzlich ausgeschlossen unter den Verhältnissen, wie sie sich unerwartet um die Juli-Mitte vorigen Jahres entwickelt hatten, die Tagung durchzuführen, zumal für viele Kameraden, die sich zu Tausenden erfreulicherweise angemeldet hatten, die Reie nach Koblenz unmöglich geworden war.Festschrift zur 9. Tagung des Reichsverbandes Deutscher Sanitätskolonnen und verwandter Männervereinigungen vom Roten Kreuz, 1932, Seite 3 des Nachtrags.