Karteikarte von Joachim von Winterfeldt-Menkin aus der NSDAP-Mitgliederkartei

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Erläuterungen

Joachim von Winterfeldt-Menkin (18651945) war in seiner aktiven Zeit als Politiker, leitender Beamter und Präsident des ersten Deut­schen Roten Kreu­zes (1921–1937) ein Mitglied der Deutschkonservativen Partei (DKP, 1876–1933). Darüber hinaus war er an der Gründung der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP, 1918–1933) beteiligt1, die ab 1930 mit der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) zusammenarbeite, deren Machtübernahme 1933 unterstützte und anschließend in ihr aufging.

Am 1. Mai 1937 wurde Winterfeld-Menkin der Mitgliedsnummer 5.711.150 in die NSDAP aufgenommen, so dass er also auch formal als Nationalsozialist bezeichnet werden kann. Angesichts seines früheren Handelns als DRK-Präsident gleich nach der Machtübernahme der NSDAP mit beispielsweise seinem Rundschreiben Mitgliedschaft von Nichtariern, Verhältnis des RK. zur SA. usw. vom 1. Juni 1933 war er sicher weitaus mehr als ein opportunistischer Mitläufer, trotz des erst recht späten Eintritts in die Partei.

Karteikarte

Die hier wiedergegebene Karteikarte enthält zwar Schreibfehler in seinem Namen, gehört aber eindeutig zu Winterfeldt-Menkin, wie man am Geburtsdatum und Geburtsort sowie der Ortsgruppe sieht. Sie stammt aus der Kopie der NSDAP-Mitgliederkartei der National Archives and Records Administration (NARA) in den USA, dort aus der Ortsgruppendatei.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. [...] er war Mitbegründer [...] der DNVP [...]. — Win­ter­feldt­Fa­mi­lie.de, Joachim von Winterfeldt-Menkin, abgerufen am 30. März 2026.