Oberfeldführer
Allgemeines

Oberfeldführer (OFF, DRK-OFF)1 war ein → Dienstrang für Führungskräfte im Deutschen Roten Kreuz in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945). Der nächsthöhere Dienstrang war der des Oberstführers, der nächstniedrigere der des Feldführers.
Der Dienstrang Oberfeldführer war für Personen vorgesehen, die leitende Funktionen im damaligen DRK (1938–1945/46) übernahmen. Es war der mittlere Dienstrang, der für Kreisführer vorgesehen war. Oberfeldführer war der höchste Rang für Leiter der Abteilung I (Führungsabteilung) in einer Kreisstelle. In einer Landesstelle war es ein mittlerer Rang für Leiter und Ärzte der Hauptabteilung I (Führungshauptabteilung) und der höchste Rang für Hauptabteilungsleiter(innen) und Apotheker.2
Vergleichbare militärische Dienstgrade
Die Dienstgrade im DRK waren bewusst an die der Wehrmacht angeglichen. Das diente einerseits der Umsetzung des Führerprinzips mit Adolf Hitler (1889–1945) als Schirmherr des DRK an der Spitze und einer hierarchischen Ordnung darunter, andererseits als paramilitärische Struktur der Kriegsvorbereitung. Der Rang eines Oberfeldführers war auf der Stufe eines Oberstleutnants des Heeres oder der Luftwaffe, eines Oberintendanturrats oder Oberkriegsgerichtsrats der Heeresverwaltung, eines Fregattenkapitäns der Kriegsmarine und eines SA-/SS-Obersturmbannführers. Entsprechend ahmte das Dienststellungsabzeichen der Männer das betreffende militärische Äquivalent nach.
Dienststellungsabzeichen

Das Dienststellungsabzeichen eines männlichen Oberfeldführers war ein aus silbernen Gespinst geflochtenes Schulterstück mit einen vierstrahligen, silbernen Sternen (siehe Abbildung oben). Eine Oberstführerin trug einen grauen oder hellblauen? Kragenspiegel mit zwei vierstrahligen goldenen Sternen (siehe nebenstehende Abbildung, ggf. mit falscher Farbe).
Beispiele
Männer
- Albert Bothner (1889–1968), Landrat des Landkreises von 1938 bis 1946 und als solcher zugleich Kreisleiter der DRK-Kreisstelle Ehingen im Rang eines Oberfeldführers
- Lorenz Böhler (1885–1973), österreichischer Chirurg, neben anderen Tätigkeiten im Rang eines Oberfeldführers in der DRK-Landesstelle XVII (Wien)
- Josef Fischer (1898–1963), von 1938 bis 1944 Oberfeldführer.
Frauen
- Käthe von der Schulenburg (Lebensdaten unbekannt), offenbar tätig als Verbindungsführerin zum Zollgrenzschutz in Paris im Rang einer Oberfeldführerin3
- Gertrud(e) Mandel (1892–?), seit 1932 für das DRK tätig und 1939 befördert zur Oberfeldführerin in der Landesstelle III (Berlin)
Weitere Informationen
- Artikel Dienststellung (Drittes Reich)
- Artikel Landesführer
Erläuterungen
- ↑ Alle Dienstränge konnten von Männern und Frauen geführt werden. Für Frauen wurden ihre Bezeichnungen sprachlich angepasst, einschließlich der Abkürzungen. Hier: Oberfeldführerin bzw. OFFn, in der Regel jeweils mit vorangestelltem DRK-….
- ↑ Deutsches Rotes Kreuz, Personalvorschrift, gültig ab 1. Januar 1938, Berlin 1937, Abschnitt F (Dienstgrade im DRK).
- ↑ Zollgrenzschutz.de, Zollgrenzschutz-Helferinnen, abgerufen am 24. März 2026.
