Davos

Nachschlagewerk über das Deutsche Rote Kreuz und die Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Historische Bedeutung

In Davos Dorf, einem Ortsteil der Stadt Davos im Kanton Graubünden in der Schweiz, betrieb das Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz (1879–1921), anschließend das 1921 gegründete Deut­sche Rote Kreuz auf Reichsebene — gemeinsam mit anderen Trägern wie dem Hilfsbund für Deutsche Kriegerfürsorge in der Schweiz das Deutsche Kriegerkurhaus (auch: Deutsches Krieger-Kurhaus). Dazu war das Sanatorium Valbella übernommen worden.1

Von 1918 bis 1944 leitete der Mediziner Georg Burghardt (1876–1959) das Kriegerkurhaus. Es diente zunächst der Rehabilitation lungenkranker, ehemaliger deutscher Soldaten, die im Ersten Welt­krieg (1914–1918) durch Giftgas verwundet worden waren. Möglicherweise wurde die Einrichtung — wie die in Hohenlychen — von den Nationalsozialisten zum eigenen Vorteil ver­ein­nahmt.2

Joachim von Winterfeldt-Menkin (18651945) verblieb, seinen Memoiren zufolge, nach dem Ende seiner Amtszeit als erster Präsident des ersten Deut­schen Roten Kreu­zes in 1933 der Leiter des Verwaltungsrats des Krieger­kur­hauses.3

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Georg Burghardt, Das Deutsche Kriegerkurhaus Davos-Dorf. Gemeinnützige Heilstätte für alle Formen der Tuberkulose, in: Deutsche Medizinische Wochenschrift, 62, 23, 1936, Seiten 942–943.
  2. SRF.ch, Davos im Zweiten Weltkrieg. Der weltberühmte Kurort war einst ein Nazi-Nest, abgerufen am 5. April 2026.
  3. Joachim von Winterfeldt-Menkin, Jahreszeiten des Lebens. Das Buch meiner Erinnerungen, Berlin 1942, Seite 289.