Kriegsgefangener

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Allgemeines

Der Begriff Kriegsgefangener ist völkerrechtlich durch das dritte Genfer Abkommen, das diesem Thema gewidmet ist, definiert.[1] Zum Schutz dieser Personengruppe stellt es das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) einer Schutzmacht gleich und gewährt ihm Zugang zu allen Orten, an denen sich aufhalten.[2]

Rolle des DRKs

Historisch nahm das Deutsche Rote Kreuz in den 1950er Jahren eine bemerkenswerte Rolle bei der Rückführung der letzten deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs aus der Sowjetunion ein.[3] Aktuell sind Hilfen für Kriegsgefangene und ihre Angehörigen aus aktuellen Konflikte und bis 2023 auslaufend aus dem Zweiten Weltkriegs eine Aufgabe des DRK-Suchdienstes.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Artikel "Genfer Konventionen", in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Bearbeitungsstand 3. Januar 2018, 19:24 UTC, Abschnitt "Genfer Abkommen III".
  2. Die Vertreter oder Delegierten der Schutzmächte sind ermächtigt, sich an alle Orte zu begeben, wo sich Kriegsgefangene befinden, namentlich an alle Internierungs-, Gefangenhaltungs- und Arbeitsorte; sie sollen zu allen von Kriegsgefangenen benützten Räumlichkeiten Zutritt haben. Sie sind ebenfalls ermächtigt, sich an alle Abfahrts-, Durchfahrts- und Ankunftsorte von versetzten Kriegsgefangenen zu begeben. [...] Die Delegierten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sollen die gleichen Vorrechte geniessen. - Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen (III. Genfer Abkommen), Genf 1949, § 126.
  3. Dieter Riesenberger (Hrsg.), Das Deutsche Rote Kreuz, Konrad Adenauer und das Kriegsgefangenenproblem. Die Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion (1952-1955), Bremen 1994 (ISBN 978-3924444822).