Soziale Netzwerke

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Ablösung der Internet-Foren

Soziale Netzwerke, insbesondere Facebook, übernahmen die Rolle der in den 1990er und 2000er Jahren verbreiteten Internet-Foren oder Bulletin Boards. Ein großes Forum für das DRK war das Rotkreuzhandbuch. Die von engagierten Einzelpersonen oder Gruppen privat betriebenen Portale zum Austausch Gleichgesinnter verschwanden überwiegend und wurden durch virtuelle Gruppen auf kommerziellen Plattformen ersetzt, wobei Facebook bis heute dominiert.

Rotbook: Versuch eines eigenen Netzwerks

Das Deutsche Rote Kreuz versuchte auf diese Entwicklung zu reagieren, indem es mit Rotbook ein eigenes soziales Netzwerk schuf. Das hätte den Vorteil gehabt, dass ausgetauschtes geistiges Eigentum im Zugriff des Verbands geblieben wäre. Rotbook fand jedoch keine Akzeptanz. Es existiert dadurch weiter, dass jeder Benutzer z.B. der Wissensbörse auch zugleich einen Zugang zu Rotbook hat.

WhatsApp als soziales Netzwerk

WhatsApp stellt ebenfalls ein soziales Netzwerk dar und gehört zu Facebook. WhatsApp-Gruppen werden immer noch oft zum unkomplizierten Austausch innerhalb einer Gruppe eingesetzt, die sich kennt. Datenschutzrechtlich ist das fragwürdig, daher ist eine dienstliche Nutzung im Deutschen Roten Kreuz wie in jedem anderem Unternehmen und jeder Organisation nicht statthaft. Es sollten alternative, sicherere Messenger verwendet werden.

Instagram

Das bildbetonte soziale Netzwerk Instagram hat an Bedeutung gewonnen. Es gehört ebenfalls zu Facebook, bietet keine geschlossenen Gruppen und wird nicht zum inhaltlichen Austausch genutzt. Es eignet sich im begrenzten Maß für Öffentlichkeitsarbeit, vor allem um jüngere Zielgruppen zu erreichen, die keine klassischen Medien wie Zeitungen mehr nutzen.

Soziale Netzwerke als Öffentlichkeitsarbeit

Soziale Netzwerke werden von Gliederungen des DRK für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Sie betreiben Fanseiten auf Facebook und teilen Berichte in Gruppen. Diese Veröffentlichungen erreichen vor allem andere Mitglieder der "Blaulicht-Community", nicht jedoch die breite Öffentlichkeit.

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