Preußischer Landesverein vom Roten Kreuz
Entstehung

Der Preußische Landesverein vom Roten Kreuz (1890–1937) war das am 6. Februar 1864 gegründete Centralkomitee des Preußischen Vereins zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger (1864–1890), das 1890 seinen Namen geändert hatte.1 Zur Abgrenzung von der Parallelstruktur der Frauenvereine führte er teilweise den Zusatz Männerverein, so dass er dann Preußischer Landesverein vom Roten Kreuz (Männerverein) hieß. Beide Organisationen zusammen, die Dachverbänd für die Frauen- und für die Männervereine, nannten sich Preußisches Rotes Kreuz.
Auflösung
Zum Ende des Jahres 1937 wurde der Preußische Landesverein vom Roten Kreuz im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung zusammen mit allen anderen Gliederungen des damaligen Deutschen Roten Kreuzes per Gesetz aufgelöst und in die bis 1945 bestehende De-Facto-Behörde Deutsches Rotes Kreuz überführt.
Weitere Informationen
- Ludwig Kimmle (Hrsg.), Das Deutsche Rote Kreuz. Entstehung, Entwicklung und Leistungen der Vereinsorganisation seit Abschluss der Genfer Konvention im Jahre 1864, Berlin 1910, Band 1, Seiten 777–849
- Artikel Landesverein
- Artikel Centralkomitee des Preußischen Vereins zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger
- Artikel Deutsches Rotes Kreuz
- Artikel Militi pro rege et patria vulnerato
Erläuterungen
- ↑ Auf der ersten Reichskonferenz der Landes- und Provinzialvereine vom Roten Kreuz und verwandten Organisationen am 6. Oktober 1898 wurde beschlossen, dass alle Rotkreuz-Organisationen den Begriff Rotes Kreuz in ihren Namen tragen sollten.
