Altkleiderwesen

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Allgemeines

Das Sammeln von Altkleidung zur Ausgabe an Bedürftige wird als Altkleiderwesen bezeichnet und ist eine Aufgabe der Wohlfahrtspflege im Deutschen Roten Kreuz. Soweit Bekleidung nicht vor Ort wieder an bedürftige Personen abgegeben werden kann, findet eine Textilverwertung statt, indem die gespendete, gebrauchte Kleidung an Dritte veräußert wird, die sie ihrerseits weiterverkaufen oder dem Reclycling zuführen, um Sekundärrohstoffe daraus zu gewinnen. Die Textilverwertung dient den beteiligten Gliederungen zur Refinanzierung gemeinnütziger Aufgaben.

Varianten

Es gibt verschiedene Vorgehensweisen im Altkleiderwesen:

  • Sehr klassisch ist die Kleiderkammer. Hier werden Kleiderspenden angenommen, die dann am selben Ort wieder an Bedürftigte angegeben werden, nachdem sie sortiert und gewaschen wurden. Nicht mehr tragbare oder überschüssige Bekleidung wird an Verwertungsunternehmen verkauft.
  • Neuerer Art sind die Kleiderläden und Rotkreuz-Märkte, die gespendete, gebrauchte Kleidung offen, jedoch zu einem geringen Preis verkaufen. Dadurch wird für bedürftige Menschen die Hürde gesenkt, die Hilfe anzunehmen. Die Kleiderläden können auch selbst eine soziale Maßnahme sein, wenn sie zum Beispiel zur Beschäftigung und Qualifizierung benachteiligter Bevölkerungsgruppen eingesetzt werden.
  • Ausschließlich zur Sammlung von gebrauchter Kleidung dienen Altkleidercontainer, die an gut erreichbaren Orten im öffentlichen Raum oder auf privaten Grundstücken aufgestellt und regelmäßig geleert werden. Sie haben die Altkleidersammlungen mit Säcken zu festen Terminen weitgehend ersetzt.

Weitere Informationen

Website DRK

Enzyklopädie