Felix Grüneisen: Das Deutsche Rote Kreuz in Vergangenheit und Gegenwart – Die Bereitschaften und der Bereitschaftsdienst
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Kapitel 33: Die Bereitschaften und der Bereitschaftsdienst
[Bereitschaften zur Unterstützung nationalsozialistischer Großveranstaltungen]
[...]
Die neue technische Entwicklung Deutschlands nach dem Willen des Führers1, die von ihm angeregte und durchgeführte Motorisierung, der Ausbau der Reichstraßen und besonders die Neuschöpfung der Reichsautobahnen2 hat ebenso wie die Veranstaltung nationaler Feiern von früher unvorstellbarem Ausmaß mit Hunderttausenden und Millionen teilnehmender deutscher Volksgenossen ganz neue Forderungen an Art und Umfang des Rettungsdienstes gestellt. Auch die Reichshauptstadt Berlin, die nach dem Weltkrieg das Rettungswesen in eigene Verwaltung übernommen hatte, kann nicht mehr auf das Massenaufgebot von DRK.-Ärzten, -Helfern und -helferinnen verzichten, das bei gewaltigen Volksveranstaltungen und an Tagen nationaler Hochspannung, wie etwa bei der Einholung des Führers zur Heimkehr aus Wien3, aus dem Sudetenland4 und bei hohen Staatsbesuchen aus dem befreundeten Ausland unentbehrlich ist.
Der Reichsminister des Innern5 hat in seinem Runderlaß an die Länderregierungen (vom 10. Februar 1938), mit dem die neue DRK.-Dienstvorschrift bekanntgegeben wurde, die Folgerungen aus der Neu-
[Sekundäre Rolle weiblicher Bereitschaften]
Die m. und w. Bereitschaften sind die zur Ausübung des Bereitschaftsdienstes vorzugsweise berufenen Einheiten. Sie sind die jederzeit zu aktivem Handeln bereiten Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes. Die Erfahrung von Jahren hat erwiesen, daß der Einsatz von Männern und Frauen gleich unentbehrlich ist. Ehemals haben die männlichen Sanitätskolonnen allein dieses Feld behauptet. Erst viel später traten ihnen Gruppen weiblicher Hilfskräfte zur Seite. Nunmehr stehen m. und w. Bereitschaften in gleicher Zahl und gleicherer Bedeutung nebeneinander. Sie haben in allen Fragen des Bereitschaftsdienstes zusammenzuarbeiten. Bei gemeinsamem Einsatz ist der dienstälteste DRK.-Führer der Vorgesetzte. Ihm untersteht während der Dauer des Dienstes die dienstälteste DRK.-Führerin mit ihrer w. Bereitschaft oder Untergliederung.
In jedem Kreisstellenbereich besteht mindestens eine m. und w. DRK.-Bereitschaft. Aufbau und Gliederung sind aus der Dienstvorschrift (Anlage 16) ersichtlich.
[Ehrenamtliches Engagement der Angehörigen der Bereitschaften]
Die Männer und Frauen der Bereitschaften erfüllen in höchstem Maß die Forderung der Satzung, daß die Arbeit im Deutschen Roten Kreuz ehrenamtlich zu leisten ist. Aus Liebe zur Sache, ohne irgendeinen Vorteil für sich zu erlangen, opfern die Hunderttausende von
[Aus- und Fortbildung einschließlich charakterlicher Erziehung]
Die Ausbildung, die für Helfer und Helferinnen, für Männer und Frauen getrennt, in der 20 Doppelstunden umfassenden „Grundausbildung“ besteht, umfaßt außer dem notwendigen fachlichen Wissen und Können auch die Kenntnis von Aufbau und Wesen des Deutschen Roten Kreuzes sowie charakterliche und weltanschauliche Erziehung.
Der regelmäßige innere Dienst der Bereitschaften findet in regelmäßigen Zeitabständen, an Wochentagabenden und an Sonntagen statt. Der Dienst hat soldatischer Erfahrung zu entsprechen, um die Einsatz- und Opferbereitschaft der Männer und Frauen lebendig zu halten. Er soll kurz sein und muß inhaltlich fesseln, so daß jeder Helfer und jede Helferin nach dem Dienst das Bewußtsein hat, in Wissen und Können gefördert zu sein.
Ein wesentlicher Gehalt des Dienstes ist die charakterliche Erziehung. Die m. Bereitschaften wollen eine Schule besten Könnens und echt soldatischer Tugenden sein, wie sie der Helfer als Sanitätssoldat im Ernstfall braucht. Deshalb müssen die Männer zu straffer soldatischer Haltung, knapper Form und rascher Entschlußkraft geführt werden. Die Frauen der w.
[Fortbildung zur Schwesternhelferin in den weiblichen Bereitschaften]
Besonders wichtig für die Helferinnen ist die Fortbildung zur DRK.-Schwesternhelferin. Sie umfaßt eine praktisch-klinische Ausbildung von 3 Monaten (notfalls zweimal 6 Wochen innerhalb von höchstens 18 Monaten) und ist vorzugsweise in einem DRK.-Krankenhaus oder Wehrmachtlazarett, wo beides fehlt, in einem öffentlichen Krankenhaus abzuleisten. Dazu gehört ein theoretischer Lehrgang von 20 Doppelstunden, der entweder gleichzeitig oder in Form eines Sonderlehrgangs durchgeführt wird. Die Ausbildung hat nicht eine krankenpflegerische Berufsschulung zum Ziel. Dazu ist die Zeit viel zu kurz. Es sollen aber die Grundfähigkeiten der Krankenpflege durch Übung am Krankenbett, durch Krankenbeobachtung und Hilfeleistung bei ärztlichen Maßnahmen erworben werden. Dazu gehört auch Kenntnis der Sterilisation und Desinfektion von Instrumenten, die fortlaufende Desinfektion am Krankenbett und die Schlußdesinfektion. Damit werden die Schwesternhelferinnen befähigt, pflegerische Leistungen im Rettungswesen praktisch auszuüben und notfalls die Schwesternarbeit im Krankenhaus zu ergänzen. Auf dieses Ziel ist auch die Prüfung abgestellt.
Als Wiederholung und Vertiefung des Erlernten ist in Abständen von 3 Jahren mindestens 4 Wochen lang im Krankenhaus praktischer Krankenpflegedienst zu leisten.
[Einführung regelmäßiger sportlicher Übungen in den Bereitschaften]
Ein weiterer Bestandteil der Aus- und Fortbildung ist der Sport. Pflichtmäßige Beteiligung an Leibesübungen erhöht die körperliche Leistungsfähigkeit und Gewandtheit, die für Helfer und Helferinnen in dem vielfach überaus anstrengenden Rettungsdienst notwendig ist. Der Sport erzieht aber auch zu schnellem Erfassen der Lage und rascher Entschlußkraft — Fähigkeiten, die ebenfalls im Sanitätsdienst unentbehrlich sind. Im Herbst 1938 hat deshalb der Geschäftsführende Präsident, in engster Fühlungnahme mit dem Reichssportführer, den regelmäßigen Sport bei den Bereitschaften eingeführt. Im Frühjahr 1939 fand bei der Reichsakademie für Leibesübungen in Berlin der erste
[Wehrsport und militärische Wehrerziehung in Zusammenarbeit mit der SA]
Unabhängig von dieser sportlichen Betätigung erfolgt die Heranziehung der wehrfähigen Helfer zum Wehrsport. Nach Entscheidung des Führers gelten für die vor- und nachmilitärische Wehrerziehung der Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes folgende Richtlinien:
„1. Die Wehrerziehung und Prüfung zum SA.-Wehrabzeichen7 der Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes erfolgt innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes nach den für die SA.8 geltenden Richtlinien.
2. Die Angehörigen des Deutschen Roten Kreuzes sind nicht in die SA.-Wehrmannschaften einzugliedern. Sie erfahren ihre Wehrertüchtigung nach den für die SA. geltenden Richtlinien und auf der Grundlage des SA.-Wehrabzeichens im Deutschen Roten Kreuz.“
[Ausbildung der Führungskräfte auf Landesführerschulen und der Reichsführerschule]
Der Ausbildung zu Führern und Führerinnen wird besondere Wichtigkeit beigemessen. Die Führerschulung erfordert umfassende Maßnahmen, die sowohl in den Bereitschaften wie in Landesführerschulen und zusammenfassend in einer Reichsführerschule in Groß-Schulzendorf bei Berlin durchgeführt wird. Diese haben bereits ihre ausgezeichnete Eignung für den Zweck, einen nicht zu großen Kreis von Führern oder Führerinnen schulungsmäßig zusammenzufassen, vortrefflich erwiesen. Während auf der Reichsführerschule zum Zweck der Erzielung einer reichseinheitlichen Führerausbildung die Hauptabteilungsleiter und -leiterinnen sowie die Ber.-Leiterinnen der Landesstellen vom Präsidium geschult werden, ziehen die DRK.-Landesstellen auf den Landesführerschulen die Zug- und Bereitschaftsführer und -führereinnen, die Anwärter und Anwärterinnen hierfür, die Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen,
Die Führerschulung hat eine entscheidende Bedeutung für die gesamte Arbeit. Sorgfältige Auswahl der Führer nach charakterlicher Eignung und nach ihren Gaben für die Sonderaufgaben des Sanitätsdienstes und für die Menschenführung, ist die Voraussetzung dafür, tüchtige Leistung und höchste Einsatzfähigkeit in den Bereitschaften zu erzielen.
[Rettungswesen als Tätigkeitsfeld der Bereitschaften]
Der Bereitschaftsdienst umfaßt Rettungswesen, erste Hilfe und Krankentransport in allen Teilen des Reiches. Mit Ausnahme weniger Großstädte ist er ausschließliches Betätigungsfeld des Deutschen Roten Kreuzes. Unberührt bleibt der Sanitätsdienst der Parteigliederungen, der den eigenen Formationen, nicht der Gesamtbevölkerung dient.
Zum Bereitschaftsdienst gehört die ständige oder vorübergehende Besetzung der Einrichtungen des Rettungswesens, d. h. Unfallmeldestellen, die der raschen Vermittlung erster Hilfe, ärztlicher Hilfe und der Krankenbeförderung dienen; ferner Unfallhilfsstellen, die mit einer Anzahl m. und w. DRK.-Helfern zur Leistung der ersten Hilfe besetzt und in der Lage sind, in kürzester Zeit auch ärztliche Hilfe zu leisten. Bei starker Beanspruchung oder bei besonderen Anlässen sind die Unfallhilfsstellen mit einem Arzt zu besetzen.
Der Einsatz im Rettungsdienst erfordert die genaue Feststellung der besonderen Gefahrenpunkte jedes Kreisstellenbereiches und der Pflege enger Zusammenarbeit mit den benachbarten DRK.-Dienststellen und mit anderen in Betracht kommenden Stellen, wie SS., Polizei, NSKK., TN., Reichsbahn, Industriewerken.
Auf Karten jedes Kreisstellenbereiches werden kenntlich gemacht: die Gefahrenpunkte; die vorhandenen und geplanten DRK.-Einrichtungen des Bereitschaftsdienstes; Krankenhäuser, Apotheken und Einrichtungen der Krankenbeförderung; Standorte und Einrichtungen anderer bei
[Wasser-, Gebirgs- und Grubenrettungsdienst]
Für die Aufgaben des Wasser- und Gebirgsrettungsdienstes werden je nach örtlichem Bedarf Sonderbereitschaften innerhalb der Landesstellen, aber unabhängig von den Grenzen der Kreisstellen gebildet.
Der Wasserrettungsdienst mit eigenen Rettungsstellen und Beobachtungspunkten, mit Rettungsmotorbooten, besetzt mit Rettungsschwimmern, ist an den Gewässern um Berlin und an den großen Strömen und Seen ausgebaut. Engste Zusammenarbeit mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaften zur Rettung Schiffbrüchiger ist gesichert.
Der Gebirgsrettungsdienst, der in den Mittelgebirgen und in den Bayerischen Alpen schon seit Jahren im Sommer und Winter wichtig war, hat seit der Rückgliederung der Ostmark in das Großdeutsche Reich eine noch viel größere Bedeutung erlangt. Die Schwierigkeit der Aufgabe besteht darin, ein sehr unübersichtliches Gebiet zu kontrollieren und bei Unfällen ohne Zeitverlust möglichst rasche Hilfe zu bringen. In den Alpen setzt hierbei der Rettungsdienst des deutschen Alpenvereins und der Bergwacht im eigentlichen Bergungsdienst der Verunglückten ein, der mit dem Sanitätsdienst der Bereitschaften zusammenarbeitet. Dabei erfordert die Organisation der Abbeförderung im Gebirge und der Fahrtransport bis zur nächsten Eisenbahn, und mit dieser bis zu einer Stadt mit Krankenhaus, einen großen Aufwand an Kräften. Gleichzeitig muß durch ein Meldesystem, etwa an schönen Wintersonntagen im Hochgebirge oder bei Skiwettbewerben, dafür gesorgt werden, daß die Transportmittel und die Betten in Krankenhäusern ohne Aufenthalt zur Verfügung stehen. Durch gemeinsame Übungen mit den Gebirgstruppen der Wehrmacht soll dafür gesorgt werden, daß bergsteigerische Kunst und Technik, verbunden mit dem letzten persönlichen Einsatz der Helfer, für den Gebirgsunfalldienst nutzbar gemacht wird.
Am Grubenrettungsdienst ist das Deutsche Rote Kreuz nur mittelbar beteiligt. Der Rettungsdienst unter Tage liegt nach Vorschrift der Reichsknappschaft den Grubenbetrieben selbst ob. Der Einsatz der
[Rettungswesen im Straßenhilfsdienst]
Das Ziel der Zusammenfassung und stärksten Aktivierung des deutschen Rettungswesens wird vom Deutschen Roten Kreuz energisch verfolgt. Ein wichtiger Schritt hierzu ist die Organisation des Rettungswesens im Straßenhilfsdienst. Hierüber besteht eine Vereinbarung zwecks enger Zusammenarbeit mit dem NSKK. Dem NSKK, liegt im Straßenhilfsdienst der gesamte technische, dem DRK. der sanitäre Hilfsdienst ob.
Das NSKK. bestellt Zonenführer für einen größeren Straßenabschnitt. Die Zonenführer stehen mit Meldestellen (Tankstellen, Gaststätten usw.), die bei Tag und bei Nacht benutzbar sein müssen, in telephonischer Verbindung. Die Meldestellen sind durch das an den meisten Landstraßen schon aufgestellte Schild weithin sichtbar gekennzeichnet, das auf blau umrandetem weißem Feld eine rote Fernsprech-Wählerscheibe zeigt. Ereignet sich ein Unfall auf der Straße, so wird der nächste vorbeikommende Kraftfahrer oder Radler von einer Meldestelle aus den Zonenführer benachrichtigen, in dessen Hand demnach die Verantwortung für die schnelle und reibungslose Arbeit des Meldesystems liegt. Er bietet bei Unfällen von Kraftwagen den technischen Dienst des NSKK. auf. Sind dagegen auch Menschen zu Schaden gekommen, so wird der sanitäre Hilfsdienst des Deutschen Roten Kreuzes gerufen. Probealarme haben das gute Wirken der Einrichtung erwiesen.
In entsprechender Weise ist auch der Unfallhilfsdienst auf den Reichsautobahnen durchorganisiert worden, und zwar im Benehmen mit dem Generalinspektor für die Reichsautobahnen. Hierbei ist darauf Rücksicht zu nehmen, daß der Hilfsdienst nur über die in großen Abständen von 15 bis 20 km vorhandenen Abzweigstellen die Autobahnen erreichen kann und deshalb der Einsatz der Hilfsmöglichkeiten von den Punkten der Abzweigstellen her organisiert werden muß. Die Tankstellen werden als DRK.-Unfallhilfsstellen eingerichtet. Das Personal der Tankstellen und der Straßenmeistereien wird vom Deutschen Roten Kreuz ausgebildet und gehört der zuständigen Bereitschaft an.
[Sanitätswachdienst bei Großveranstaltungen]
Der Bereitschaftsdienst bei besonderen Anlässen hat die Aufgabe, an hohen nationalen Feiertagen, bei großen Aufmärschen,
Einige Beispiele seien erwähnt, um eine Vorstellung von dem Umfang der Anforderungen zu geben.
Bei der Einweihung der Ost—West-Achse und am Geburtstag des Führers am 19. und 20. April 1939 in Berlin wurden an der 9 km langen Ost—West-Achse 42 Unfallhilfsstellen eingerichtet, die von den 11 Berliner Kreisstellen mit 81 DRK.-Ärzten, 147 DRK.-Führern, 2065 DRK.-Helfern, 94 DRK.-Führerinnen, 2641 DRK-Helferinnen besetzt waren. Dabei wurden 2433 leichte und 73 schwere Unfälle verzeichnet und 26 Krankenbeförderungen geleistet.
Zum Gauparteitag der NSDAP. in Königsberg am 17. bis 19. Juni 19389 waren 6 Ärzte, 573 Helfer und 514 Helferinnen eingesetzt und 2081 Hilfeleistungen waren erforderlich.
Bei dem Deutschen Turn- und Sportfest am 23. Juli bis 1. August 1938 in Breslau10 belief sich der Einsatz auf 275 Ärzte, 973 Helfer und 596 Helferinnen. Die Hilfeleistungen erfolgten bei 16 408 leichten und 235 schweren Unfällen.
Eine Sonderstellung nahm der Einsatz der Bereitschaften im Reich bei der Betreuung der sudetendeutschen Flüchtlinge im September bis Oktober 1938 zur Ergänzung der mit der Durchführung der Fürsorge beauftragten NS.-Volkswohlfahrt ein. Allein im Bereich der Landesstelle IV (Dresden) waren schichtweise 2076 Helfer und 2103 Helferinnen eingesetzt. Die Ärzte taten örtlich abwechselnd Dienst. Die Leistungen konnten zahlenmäßig nicht völlig erfaßt werden. Verzeichnet wurden 14 010 Hilfeleistungen und 364 Krankenbeförderungen.
Erläuterungen
- ↑ Adolf Hitler (1889–1945).
- ↑ Der lange Zeit nachwirkende Mythos, die Reichsautobahnen seien auf Erfindung Hitlers, geht auf nationalsozialistische Propaganda zurück, die auch hier durchscheint. Richtig ist, dass die Autobahnen vor allem in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre erheblich ausgebaut wurden.
- ↑ Nach dem gewaltsamen 'Anschluss' Österreichs in 1938 war Hitler zunächst in Wien und ließ sich dann auch bei seiner Rückkehr nach Berlin dort durch eine für die nationalsozialistische Propaganda typische Großveranstaltung feiern: Hitler Back In Berlin From Vienna (1938) (Video auf YouTube).
- ↑ Das nationalsozialistische Deutschland hatte 1938 die Sudentenkrise provoziert, die im in der Nacht vom 29. auf den 30. September 1938 unterzeichneten Münchner Abkommen und dem Einmarsch der Wehrmacht am 1. Oktober 1938 in das Sudetenland mündete. Adolf Hitler (1889–1945) besuchte kurz darauf, in den ersten Oktobertagen, dort verschiedene Orte.
- ↑ In dieser Zeit war Wilhelm Frick (1877–1946) der Reichsminister des Inneren.
- ↑ August Heißmeyer (1897–1979).
- ↑ Das SA-Wehrabzeichen diente in der Zeit des Nationalsozialismus als Auszeichnung für Männer, die sich gemäß der nationalsozialistischen Ideologie zur „Hebung der Volksgesundheit“ sportlich betätigten.
- ↑ Die Sturmabteilung (SA) war die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP.
- ↑ Die Gautage waren propagandistische Großveranstaltungen der Nationalsozialisten, hier im Gau Ostpreußen, dessen Gauhauptstadt Königsberg war.
- ↑ Das Deutsche Turn- und Sportfest 1938 fand vom 27. bis 31. Juli 1938 in Breslau statt. Es war eine der größten Massenveranstaltungen der NS-Zeit.
