30. April

Aus Roter Kreis - Enzyklopädie des Rotkreuz-Wissens

Ereignis

Am 30. April 2015 entschied das Bundesverfassungsgericht über die Verfassungsbeschwerde eines Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Dabei stellte es unter anderem fest, dass die Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung eine Weltanschauung und auch eine Religion mit prägen, [...] jedoch keine insofern spezifische Aussage zur Gesamtheit des menschlichen Lebens [enthalten], weil weder der Mensch im Kern seiner Persönlichkeit angesprochen noch auf umfassende Weise der Sinn der Welt und des menschlichen Lebens erklärt wird.[1] Weiterhin sagt es über den Blutspendedienst, dass eine weltanschauliche Dimension ist kein bestimmendes Element ihrer Tätigkeit [sei], das sie von anderen Unternehmen unterscheiden würde.[2] Letzteres lässt sich auf das gesamte Deutsche Rote Kreuz übertragen, wenn die Grundsätze nicht bestimmend für seine Tätigkeit sind und daher keine differenzierendes Merkmal zu anderen Organisationen oder Unternehmen darstellen.

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Einzelnachweise

  1. Bundesverfassungsgericht, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 30. April 2015 (1 BvR 2274/12), Karlsruhe, 30. April 2015, Rn. 10.
  2. a.a.O.