Dienstbekleidungsvorschrift

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Allgemeines

Die Dienstbekleidungsvorschrift (DBV) ist eine bundesweit geltende, organisationsinterne Regelung zur allgemeinen Dienstbekleidung und zur Einsatzbekleidung für die Gemeinschaften Bereitschaft und Wasserwacht.

Sie wurde 2014 vom Präsidium und Präsidialrat des Bundesverbands beschlossen.[1] Ende 2016 wurde der noch fehlende Teil für die Wasserwacht von demselben Gremium ergänzt.[2]

Die DBV löste die bis dahin geltenden Dienstbekleidungsordnungen der Landesverbände ab und sollte aktuelle Standards zur Arbeitssicherheit umsetzen und für ein einheitliches Erscheinungsbild des DRK in Deutschland sorgen.

Aufbau

Die DBV besteht aus einem Haupttext und drei Anhängen (Teile A, B und C):

  • Der Haupttext enthält allgemeine Bestimmungen, z.B. zu den Voraussetzungen, wann Dienst- oder Einsatzbekleidung getragen werden darf, über die Rotkreuz-Armbinde und die Besonderheiten bei Auslandseinsätze.
  • Teil A beschreibt die allgemeine Dienstbekleidung, unabhängig von der Gemeinschaft. Dabei handelt es sich um den Dienstanzug (Männer) oder das Dienstkostüm (Frauen).
  • Teil B definiert die Einsatzbekleidung für die Bereitschaften, einschließlich der Dienststellungsabzeichen, Funktionsabzeichen und Qualifikationsabzeichen. Darüber hinaus wird auf Sonderbekleidung für besondere Fachdienst wie z.B. Verpflegungsdienst oder Kradfahrer eingegangen.
  • Teil C definiert die Einsatzbekleidung (dort Einsatzschutzbekleidung genannt) der Wasserwacht. Die Regelungen zu Abzeichen wurden dabei ausgenommen und in eine separate Richtlinie verlagert.

Einheitlichkeit

Durch die ausdrückliche Berufung auf seine Kompetenz, bundesweit einheitliche Regelungen zu treffen[3], und seine Regelungskompetenz im Bereich von Hauptaufgabenfeldern[4] versuchte der Bundesverband, ein höheres Maß an Verbindlichkeit durchzusetzen. Für die Bereitschaften ist diese Absicht dadurch konterkariert, dass die {{Landesverbände♡} weiterhin eigene Regelungen treffen können und die Beschaffung dem freien Markt überlassen wurde. Verbunden mit einer verbreiteten Non-Compliance auf den unteren Verbandsstufen führt das zu einer Vielfalt des Erscheinungsbilds, die gerade verhindert werden sollte.

Möglicherweise hatte diese Beobachtung die Wasserwacht dazu bewogen, die Bekleidung ausschließlich über eine neu eingerichtete Beschaffungsstelle auf Bundesebene auszugeben. Mit dieser Aufgabe wurde die Materialstelle der DLRG beauftragt, die dafür den Wasserwacht-Shop betreibt. Mit Ausnahme des BRK, dem eine Variante Bayern zugestanden wurde, konnte dadurch Einheitlichkeit erzielt werden — sofern örtliche Gliederungen nicht selbst Ausrüstungsgegenstände produzieren lassen, neutral gestaltete Artikel kaufen oder privates Material gestatten.

Weitere Informationen

Einzelnachweise

  1. Deutsches Rotes Kreuz, Dienstbekleidungsvorschrift für die Gemeinschaften Bereitschaften und Wasserwacht, Berlin 2014, Seite 1.
  2. Deutsches Rotes Kreuz, Einsatzbekleidung Wasserwacht, Berlin 2016, Seite 1.
  3. Deutsches Rotes Kreuz, Satzung des Deutschen Roten Kreuzes e.V. vom 20.03.2009, Geändert durch Beschlussfassung der Ordentlichen Bundesversammlung am 28.11.2014 und der Außerordentlichen Bundesversammlung am 27.02.2015, Berlin 2015, § 5.
  4. Deutsches Rotes Kreuz, Satzung des Deutschen Roten Kreuzes e.V. vom 20.03.2009, Geändert durch Beschlussfassung der Ordentlichen Bundesversammlung am 28.11.2014 und der Außerordentlichen Bundesversammlung am 27.02.2015, Berlin 2015, § 13.3.